Zero Waste Galerie




Energetisch renovieren

Wir sind bald fertig, das meiste ist geschafft. Wir haben unser Haus energetisch renoviert. Das war natürlich der Grund mit der Betreeung meiner mittlerweile verstorbenen Oma, weshalb es etwas ruhiger auf dem Blog war und ich nur hier in der Galerie mich regelmäßig gemeldet habe. Wir haben eine Fußbodenheizung, also eine Niedertemperaturheizung einbauen lassen, die hoffentlich unseren Weg Richtung Passivhaus ebnet bzw. geebnet hat. Auf dem Bild seht Ihr die relativ moderne Frästechnik, bei der nicht mehr der ganze Estrich rausgerissen und neu gemacht wird, sondern der alte erhalten bleibt und darin einfach nach dem Fräsen die Leitung verlegt werden. Das spart zumindest etwas Ressourcen, geht schneller und bringt weniger Staub mit sich. Außerdem produzieren wir nun unseren eigenen Strom etc. Ein paar wenige, restliche Fenster wurden noch ausgetauscht gegen auf Passivhaus entsprechende Standardscheiben. Das hat gedauert. Wir lebten wochenlang auf einer Baustelle, weil wir zu Coronazeiten das Haus teilweise nicht verlassen durften. Es geht langsam Richtung Normalität. Aber trotz aller Förderungen: es ist teuer. Da darf man seeeeehr lange hinsparen. Und mich wundert es nicht, dass so wenige Altbauten renoviert werden. Wenn man darin lebt, ist es wahnsinnig viel Dreck und Lärm und ein Zeitfresser. Was da alles schief gehen kann! Das kann Nerven kosten und natürlich auch das Leben auf einer Baustelle. Klar kann man versuchen irgendwo unterzukommen. Als fünf-köpfige Familie nicht einfach, zu Lockdownzeiten unmöglich, und falls man sich über Wochen in ein Ferienhaus oder Hotel einmieten will, kommen da auch noch krasse Kosten oben drauf. Man darf ja nicht vergessen, dass nach dem Fräsen ja wieder ein Boden drauf muss. Es ist ja nicht nur ein anderes Heizsystem. Da kommt ein ganzer Rattenschwanz dazu. Teuer, laut, nervenkostend, es dauert bis alles wieder fertig ist, aber dafür ist es ein ökologisches Haus. Ob ich das nochmal machen würde? Könnte ich aktuell nicht klar mit ja und nein beantworten. Fragt mich das in ein paar Monaten! Ich bin auf jeden Fall froh, wenn bald Ruhe eingekehrt ist. Zwischenzeitlich haben wir uns für verrückt erklärt, das alles für ein nachhaltiges Leben in Kauf zu nehmen und immer wieder gezweifelt, ob das wirklich so sinnvoll ist und die Berechnung so stimmen. Aber durch den Umbau haben wir unsere Wihnsituation überhaupt etwas überdacht. Und so haben mein Mann und ich uns dadurch eine Büroecke eingerichtet und arbeiten nicht mehr am Küchentisch. Das ging, weil unser "Kleiderschrank", eher ein Regal, überdimensioniert war für unsere Klamotten. Wir kommen ja mittlerweile mit deutlich weniger Kleidung aus als noch vor Zero Waste Zeiten. Dadurch konnten wir den Platz für die Schreibtischecke einbauen. Das ist ganz sinnvoll nun zu Coronazeiten, wo man häufiger im Homeoffice sitzen kann. Und demnächst wird da sicherlich, der nächste größere Blogeintrag mit Zero Waste Tipps, Tricks und Ideen entstehen. :)

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