Zero Waste Galerie




Es entsteht Müll - Einwegschutz wegen Corona

9.5.2020 Ihr Lieben, dieses Jahr hat es in sich. Bestimmt für einige von Euch auch!. Und da kommt man immer wieder mal an die Grenzen der Müllvermeidung. Ich wollte Euch heute einmal meine zeigen: Ihr seht, das ist die Schutzausrüstung wegen des Coronavirus´. Einwegumhang, Mütze und Mundschutz. Auf dem Bild ist es ein wiederverwendbarer Mundschutz, in der Klinik war es aber oft vorgeschrieben einen Einwegmundschutz von ihnen zu tragen, dafür gab es manchmal einen waschbaren Kittel vom Krankenhaus gestellt, der dort dann auch gereinigt wurde. Im Pflegeheim kann ich einen eigenen Mundschutz mitnehmen und zu Hause waschen. Die Einwegartikel werden dort direkt beim Verlassen entsorgt. Sie sollen nicht die Klinik oder das Heim verlassen. Auch, wenn der Müll nicht in meiner Mülltonne landet, ist er natürlich durch mich entstanden. Hier kann ich wenig ändern. An die Hygienevorschriften muss ich mich halten und haben natürlich auch ihren Sinn. Aber ich sehe auch, dass versucht wird, wo es mit den Hygienevorschriften vereinbar ist, Müll zu sparen und teilweise auch auf wiederverwendbare Lösungen, die nicht immer und in allen Bereichen funktionieren, zurückzugreifen. Natürlich könnte man sagen: der Müll muss ja nicht entstehen. Geh halt nicht ins Krankenhaus oder ins Pflegeheim! Halte doch ein paar Wochen aus, bis die Coronakrise vorbei ist und Ihr Euch wiedersehen könnt! Das Bild ist entstanden, als man eh nur in die Kliniken oder Pflegeheim durfte, wenn ein Mensch im Sterben liegt. Diesen Menschen liebe ich von ganzem Herzen und sie war mein ganzes Leben ein wichtiger Teil und sie ist es die nächsten wenigen, uns verbleibenden Tage noch. Sterben ist nicht einfach. Manchmal kriegt man noch die Kurve, ob man das nun will oder nicht, und es kann sich hinziehen. Manchmal mit sehr viel Leid, Schmerzen und natürlich auch Angst, wenn nicht sogar Panik, verbunden. Meine Oma hatte damals verfügt, dass ich sie auf ihrem letzten, schweren Weg begleiten soll und das mache ich gerne für sie. Auch wenn es an emotionalen Grenzen kratzt, deshalb habt Ihr hier an dieser Stelle in letzter Zeit wieder wenig von mir gehört. In dem Fall ist mir der Müll egal. Ich habe damals ein Versprechen gegeben und das werde ich nicht brechen. Da ist mir die Menschlichkeit wichtiger. Ich will damit sagen: Manchmal gibt es keine Alternative und Situationen ändern sich im Leben. Natürlich versuche ich weiterhin Zero Waste zu leben, auch wenn es nicht zu 100% klappt. Aber das macht nichts! Deshalb gebe ich nicht auf. Die Grenzen, wo es machbar ist und wo nicht, setzt jeder für sich persönlich. Die kann bei jemand anderem ganz woanders liegen! Mal drüber, mal drunter. Jeder muss sich selbst im Spiegel ansehen können und für sich damit im Reinen sein. Ob ich deshalb ein schlechtes Gewissen habe, weil ich hier Müll produziere? Nein.

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von dorothea, 12.05.2020 um 17:45 (UTC):
Liebe Steffie,

Hab bitte in dem Fall überhaupt kein schlechtes Gewissen! Es ist toll dass du deine Oma auf ihrem letzten Weg begleitest und ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass du den Rest deines Lebens darüber froh sein wirst. Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft für die schwere Zeit.
Wenn du sie besuchst stecke aber bitte noch deine Haare unter die Mütze, in die Haare können sich Keime und Viren klammern.
Liebe Grüße,
deine Dorothea


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