Tipps für Haustiere

Eines der meist angefragtesten Beiträger hier auf dem Blog ist das Thema Haustiere.

Wie kann man das mit möglichst wenig Müll schaffen.

Nun, wir haben Wildbienen auf dem Balkon und im Sandarium. Die brauchen nicht viel außer, dass wir ihre Weiden stehen lassen und ein bis zwei Mal im Jahr abmähen. Das erledigen unsere Meerschweinchen. Sie sind das ganze Jahr draußen, bei Schnee und sehr kaltem Wetter wohnen sie im Schuppen (Kaltstallhaltung nennt man das).

An sich brauchen sie nicht viel Weiteres. Da sie so viel Frischfutter bekommen von der Wiese (und hier handelt es sich nicht nur um Gras, sondern um verschiedene Kräuter), Abschnitte vom Wein, Giersch, wuchernde Himbeerruten etc. nehmen sie noch nicht mal frisches Wasser. Als Leckerchen kaufen wir keine abgepackten Sachen mit viel Zucker, sondern es gibt je nach Saison Gurken, Melonen, Paprika. Das meiste bekommen wir davon von einer privaten Initiative, die von einem Supermarkt Ware abholt. Teilweise nehmen das die Menschen, teilweise bekommen das Tiere. Wichtig ist halt, dass man darauf achtet, dass die Waren nicht verdorben sind, auch bei Tieren.

Eine schöne Sache bietet auch ein Biomarkt vor Ort:



Leicht angewelkte Sachen, angebrochene Gurken, lose Weintrauben, Blätter vom Kohlrabi und ähnliches kommen da hinein. Welke Salatköpfe bringt man übrigens oft wieder frisch, wenn man sie in eine Schüssel mit etwas Wasser ein paar Stunden stehen lässt.
Dieses kostenlose Angebot des Bioladens nutzen wir auch sehr gerne.

Ab und an gibt es noch etwas Besonderes als Leckerli. Das sind Erbsen- und Ackerbohnenflocken. Die bekommen wir im Tierfachhandel offen. Man kann sie sich in Tüten füllen oder einen wiederverwendbaren Plastikbehälter.

Die Häuser der Meerschweinchen sind aus Holz. Sie mögen aber auch gerne Tonröhren oder Asthaufen unter denen sie sich verstecken können. Die Häuser und Tonröhren gibt es oft gebraucht zu kaufen und wir haben auch ein paar selbst gemacht aus alten Brettern.

Einstreu entfällt oft, wenn sie auf der Wiese sind. Im Stall haben sie Stroh oder Heu als Einstreu und alte Decken und Laken zum Kuscheln, die wir waschen.

Die benutzte Einstreu verwenden wir zum Mulchen im Garten oder sie wird kompostiert. Das Stroh kaufen wir meist als ganzen Ballen vom Bauern. Das Heu habe ich auch beim Bauern bekommen und habe es in der Garage bei den Fahrrädern gelagert. Da war es trocken. Es gibt das Heu auch abgepackt im Großpack im Tierfachhandel. Die große Plastiktüte wird aber nur einmal verwendet. Seit neuestem habe ich noch etwas aufgetan. Ich bekomme von einem Bauern das Heu und die Einstreu in Plastiksäcken, aber die werden mir wieder aufgefüllt. Das Beste: er ist mit dem Rad erreichbar (Säcke kommen in den Anhänger) und er mäht spät und schonend, damit die Insekten auch eine Weide haben. Außerdem setzt er keine Maschinen ein, sondern wendet mit der Hand. Das geht halt bei kleinen Unternehmern. Aber gerade auch die sind unterstützenswert.



Vogelfutter: Wir füttern die Vögel bei uns im Garten das ganze Jahr über. Dazu kaufen wir entweder das Vogelfutter als Großpackung und lagern sie dann luftdicht oder wir kaufen es offen im Beutel bei einer großen großen Tierbedarfskette.
Manche dieser Großpacks sind Plastik - die meisten, aber ich habe auch schon mal welche in Papier bekommen.
Diese gibt es übriges nicht nur für Wild-, sondern auch für Ziervögel und Hühner im Heimtierbedarf.