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Mikroplastik in der Umwelt ist zehnmal giftiger

- neue Studie der Tel Aviv Universität - 


Mikroplastik wirkt wie ein Schadstoffmagnet.
Die toxische Wirkung kann um das 10 fache erhöht sein, wenn diese kleinen Kunststoffpartikel aus der Umgebung Umweltgifte aufnehmen. Und das sogar, wenn die Umgebung für den Menschen an sich noch nicht einmal giftig wäre, weil die Konzentration der Schadstoffe gar nicht so hoch ist.
Da die Oberfläche der Mikroplastikteilchen aber wie ein Schwamm die Schadstoffe der Umgebung aufnimmt und konzentrieren sie sich dort. Durch die Konzentration und möglicherweise auch durch Wechselwirkung der Stoffe untereinander (Cocktaileffekt) können sie um das 10fache giftiger werden.
Gerade Mikroplastikpartikel, die in der Umwelt Wind und Wetter, Wasser, Reibung etc. ausgesetzt waren, nehmen deutlich mehr Schadstoffe auf.
Das Problem ist dabei, dass diese aufgeladenen Stoffe in unserer Nahrungskette landen, von uns aufgenommen werden und Giftstoffe in unmittelbarer Nähe der Zellen im Magen-Darm-Trakt freisetzen können.
Dies zeigt eine neue Studie von der Tel Aviv Universität.
Dr. Ines Zucker, die in dieser Studie federführend war, sagte abschließend: "Dies ruft uns erneut schmerzhaft in Erinnerung, welche weitreichenden Konsequenzen die Verschmutzung der Meere und unserer Böden mit gefährlichen Abfällen aus der Industrie hat, welche wir unglücklicherweise in den vergangenen Jahrzehnten mit Plastik angereichert haben."

 
Quelle: Tel Aviv University, Interactions of micorplastics and organic Compounds in aquatic environments:  A case study of augmented joint toxicity, Februar 2022

 
Wie sieht es bei Euch aus? Versucht Ihr Plastik zu vermeiden? Worauf legt Ihr dabei am meisten wert und was klappt nicht so gut?
Schreibt mir gerne in die Kommentare!