Hefe

09. Januar 2015: Wir haben Hefe lose gekauft - beim Bäcker
 - Frischhefe konnten wir auf Nachfrage dort in unser Glas füllen lassen -
von Zero Waste Mama Stefanie

Hefe, ob trocken oder frisch, habe ich bisher leider nur in beschichteten Papier bekommen, das in die Restmülltonne muss. Da wir diesen ja nicht produzieren wollen, muss Hefe lose oder in recycelbarer Verpackung her. Wir haben leider keinen "Unverpackt" - Laden bei uns in der Umgebung. Deshalb wollte ich mal bei Gelegenheit beim Bäcker nachfragen.
Eigentlich bin ich heute ungeplant bei einem Biobäcker mit angrenzendem Bioladen vorbeigekommen. Da ich ein Glas dabei hatte, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und fragte an der Bäckertheke nach Hefe, da ich wusste, dass sie selbst backen. Kaum hatte ich die Frage gestellt, war die Verkäuferin schon weggelaufen und kam mit Frischhefe wieder. Verpackt. Ich erklärte Ihr, dass ich sie gerne unverpackt hätte, ob sie nicht Hefe in der Backstube hätten, die ich haben könnte. Sie schaute mich entgeistert an, also erklärte ich ihr, dass wir keinen Restmüll mehr produzieren wollen und beschichtetes und dreckiges Papier da leider hineingehören.
Die Verkäuferin meinte, sie würde versuchen mir etwas von dem großen Block abzuschneiden, befürchte aber, dass das Stück großer werden könne. Sie kam schließlich mit diesem Stück Hefe wieder (ca. 1cm tief).

Biohefe, die mich 40 Cent gekostet hat. Allerdings bekommt man Hefe wahrscheinlich nur bei einem Bäcker, der auch noch selber backt und nicht nur die halbfertigen Semmeln und Brote aufbackt. Das nächste Mal werde ich mir mehr mitnehmen und portionsweise einfrieren, dann habe ich immer etwas zu hause und muss nicht mehrmals losgehen.

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Bina, 09.02.2015 um 09:00 (UTC):
Die meisten Rezepte mit Bierhefe kann man auch mit Sauerteig backen und den kann man selbst herstellen (oder einmal beim Bäcker kaufen und dann vervielfältigen). Aufbewahrung einfach in einem nicht luftdicht verschlossenem Glas - wenn man ihn oft verwendet bei Zimmertemperatur, wenn mal mehr Tage von einer Verwendung zur anderen dazwischen liegen im Kühlschrank. Ich trockne mir auch immer etwas, falls er wirklich mal verdirbt, dann kann man ganz schnell wieder ansetzen :-)

Kommentar von:10.02.2015 um 18:05 (UTC)
zerowaste
zerowaste
Offline

Hallo Bina,

Sauerteig ansetzen wäre echt eine Idee. Muss mal herausfinden, ob man den auch glutenfrei herstellen kann. Wie hast du den denn dann getrocknet? Einfach im Ofen?

Liebe Grüße

Steffi

Kommentar von Nadine, 13.02.2018 um 20:48 (UTC):
Mich würde interessieren ob dieser große Block Hefe aus der Backstage nicht auch irgendwie verpackt war!? Wär natürlich immenoch weniger als die klitzekleinen Würfel ausm Supermarkt aber wirklich verpackungsfrei???
Grüße nadine

Kommentar von Mia, 05.05.2018 um 14:21 (UTC):
Hefe:
Hefe kann man in Form von "Hefewasser" problemlos selber züchten- Warmes Wasser, etwas Biohonig und eine Handvoll ungeschwefelte Biorosinen. In einer Flasche ansetzen.
Wegen der ungewollten Kahmhefen braucht man einen Gärverschluss.
Sobald es in der Flasche richtig sprudelt ist die Konzentration der Hefen am höchsten, dann kann man das Wasser einfach beim Backen dazugeben. Wenn die Gärung aufhört, dann sind die meisten Hefen abgestorben, also immer mit etwas Honig und Wasser nachfüttern. Im Kühlschrank muss man weniger nachfüttern da die Gärung langsamer abläuft.

Sauerteig:
Sauerteig gärt durch Milchsäurebakterien. dazu brauch man kein Gluten. Das kann man auch mit Roggen, Hafer und allem anderen machen, sogar Kohl oder mit Milch.

Um Sauerteig zu trocken:
Verdünnen bis er nicht mehr dickflüssig ist aber immer noch ziemlich sämig. Auf eine saubere Unterlage aufbringen und einfach trocknen lassen. am besten abdecken.

Den Sauerteig kann man aber auch gut einfach fortlaufend füttern. wenn man regel,äßig bäckt gibt es keine Probleme. Ich backe immer am Wochenende. Mein Sauerteig wartet so lange im Kühlschrank.

Sauerteig herstellen: einfach mal im Sauerteigforum schauen, da ist eine gute Anleitung.
Anleitungen gibt es auch zu Hefewasser, und man kann es danach machen. Alle Anleitungen kranken aber daran, dass sie das Hefewasser erst nach der Gärung verwenden, also dann, wenn die meisten Hefezellen schon wieder abgestorben sind.

Gruß,
Mia



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