Eiswürfel

Kühle Drinks ohne Müll



Zu einem kühlen Drink und sei es nur schön kaltes Leitungswasser in der Sommerhitze gehören für viele Eiswürfel.

Viele kaufen die in einem Plastikpack. Aber hält man Mülldiät ist das eher nichts.

Also selber machen. Sucht man Eiswürfelformen stößt man unweigerlich auf die Kunststoffvarianten, gebraucht oder neu. Doch lebt man Zero Waste würden viele, die versuchen Zero Waste zu leben, sich so ein Produkt nicht ins Haus holen. Downcycling oder thermische Verwertung stehen meist am Ende der Nutzungszeit und auch die Produktion mit endlichen Rohstoffen passt nicht wirklich. Einige stören zudem die Inhaltsstoffe.

Was gibt es als Kunststoff-freie Alternative?

Metall, wie zum Beispiel diese hier aus hochwertigen 18/8  Edelstahl.

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Diese Form ist lange haltbar und recyclingfähig. Damit kann man stehr leich Eiswürfel einfrieren. Der Nachteil dabei sind die Kosten (ab 35 Euro) und wie bei allen Metallen (auch Aluminium, woraus es ja auch Eiswürfelformen gibt!) bringt die energie- und rohstoffintensive Produktion auch einige Umwelt-Probleme mit sich.

Und bleiben wir gleich bei Metall. Es gibt Edelstahlwürfel, die man einfrieren kann und die dann die Drinks kühlen - auch ohne sie zu verwässern. Das Ganze habe ich auch aus Speckstein gesehen. Hat man Gäste und möchte Ihnen so etwas anbieten, braucht man eine ganze Menge von diesen Steinen, die dann nach der Party wiederrum Platz wegnehmen. Preislich liegen sie ab 16 Euro für 6 Stück.

Geht es auch günstiger und ohne größere Umweltprobleme bei der Anschaffung?

Ja, da gibt es zwei Varianten.

Die eine ist, kleine Gläser, wie Schnapsgläser oder kleine Einweckgläser zu verwenden und dann einzufrieren. Achten sollte man dabei daraus, dass die Gläser nicht zu dünnwanig sind und dann beim Einfrieren brechen. Bei Schnaps- und Einweckgläsern ist man da meist auf der sicheren Seite. Aber essentiell wichtig ist dabei, dass die Gläser konisch zulaufen, sprich, dass die Öffnung gleichweit oder weiter ist als der Boden. Wird sie nach oben hin enger bekommt man nämlich den Eisstücke nicht mehr hinaus. Aus dem Glas kriegt man sie übrigens durch in der Wärme antauen lassen oder mit warmen Wasser. Letzteres finde ich jetzt nicht sonderlich nachhaltig. Also lieber kurz etwas Geduld haben. Ein weiterer Nachteil bei dieser Eiswürfelvariante ist, dass sie viel Platz im Gefrierschrank braucht. Die Gläser sollten ja gerade stehen und da kann man sie schlecht irgendwo in eine kleine freie Stelle schief hineinzwängen.


Was uns ganz gut gefallen hat, war die Variante mit den gefrorenen Früchten. Man gibt dazu einfach ein paar gefrorene Früchte in ein Glas. Sie kühlen und verwässern gleichzeitig einen Drink nicht. Außerdem machen sie sich auch optisch ganz gut. Auf dem Bild sieht man Johannisbeeren aus dem Garten, die wir einfach in Gläsern eingefroren hatten und an heißen Tagen auch mal eine schöne Abwechslung bieten.

Allerdings mag ich auch die Eiswürfelbehälter aus Edelstahl sehr gerne. Aber nicht unbedingt für den Zweck für Eiswürfel.
1. Für Babybrei: Als die Kinder noch klein waren, haben sie als ganz kleine von unserem Essen etwas abbekommen, das wir püriert haben. Da sie aber als kleine Steppkes in kleineren Abständen als wir Erwachsenen essen, haben wir davon einfach etwas eingefroren und für den Tag dann portionsweise aufgetaut.
2. Resteverwertung: Bleiben von der Brotzeit der Kinder einmal Früchte über oder muss auch nur eine kleinere Portion Obst schnell verwertet werden, haben wir das einfach püriert und in den Eiswürfelbehältern eingefroren. Das Mus gab es dann in den Joghurt oder auch einfach Mal so zu essen. Das ist eine schöne Resteverwertungsmöglichkeit, damit weniger Lebensmittel verschwendet werden. Immerhin macht die Produktion von Lebensmitteln weltweit ein Drittel der C02 - Emissionen aus.
3. Kräuter: wir frieren klein gehackte Kräuter darin ein, die wir frisch aus dem Garten geerntet haben, so dass wir auch im Winter davon etwas haben. Es gibt einige Kräuter, die beim Trocknen ihr Aroma verlieren und deshalb nutzen wir auch diese Variante. Desweiteren machen wir auch Kräuterbutter selbst, da wir sie meist nur in Plastik verpackt bekommen. In den Eiswürfel eingefroren, haben sie die perfekte Größe.
Gerade dann, wenn man Dinge tatsächlich oft her nimmt und sie verschiedene Zwecke erfüllen und wenn sie langlebig sind, werden sie doch etwas ökologischer, auch wenn der Herstellungsfußabdruck erst einmal höher ist. Hat man aber keine Kinder, die Kinderbrei wollen oder die plötzlich die Brotzeit verschmähen, weil eine Fliege darauf gesessen hat, und hat man keine frischen Kräuter zum Einfrieren, dann wären die Eiswürfelformen aus Edelstahl etwas, bei dem man sich überlegen könnte, ob man sie überhaupt braucht.
Vor den Kindern hatte ich überhaupt keine Eiswürfel, weil ich mir nichts aus kühlen Getränken gemacht habe. Aber seit die Familie am Wachsen ist und dazu geheiratet wurde, sehe ich bei manchen, dass sie für manche wichtig sind und gerade in der heißen Zeit wohl helfen, dass man ausreichend trinkt.
Was ich damit aber summa summarum sagen will: Fragt Euch vor dem Kauf: brauche ich das wirklich und kann ich es durch andere Sachen ersetzen? Das variiert von Lebenssitutation zu Lebenssituation und von Mensch zu Mensch.
Wenn Ihr wollt, schaut doch mal in die Checkliste "Fragen vor dem Kauf rein". Sie hilft einem bei der Kaufentscheidung, welches Produkt man wählt und ob man es wählt.