DIY Saatgut-Tütchen falten



 
Her mit den Falten! Wir machen aus altem Papier wie Zeitungen, Kalenderblättern, alten Zeitschriftenblättern, Werbeflyern oder schon zu oft gebrauchtes Geschenkpapier, das vielleicht etwas zerknüddelt ist, Tütchen für Saatgut.



Hier kommt das etwas faltige Geschenkpapier. Das brauchen wir als Quadrat. Wenn es  noch keines ist....



klappt Ihr eine Ecke ein .....


und schneidet das Dreieck aus. Aufgefaltet ist es dann ein Quadrat.

Wir brauchen aber jetzt erst einmal dieses Dreick. Wer also schon ein Quadrat hatte, faltet es diagonal und legt das Dreick so vor euch hin,....


dass oben offen ist.


Dann teilt Euch das Dreick im Geiste in drei Teile. Nun faltet ihr die eine Seite bis zu zwei Dritteln....



und dann die andere Seite. Die lasst ihr dann auch erstmal so mit der einen Seite eingeschlagen, wie oben auf dem Bild, vor Euch liegen.



Nun steckt ihr sie, in diesem Fall die rechte Seite, in die entstandene Tasche ein. Das nächste Bild zeigt es Euch  noch einmal genauer aus einem anderen Winkel:

Wenn Ihr nicht so genau gearbeitet habt, macht das nichts. Dann ist die Spitze von einer Seite eben ein bisschen eingeknickt. Sieht man ja nicht, da sie in der Lasche steckt . Jetzt ist habt Ihr einen Umschlag und das Tütchen ist eigentlich schon fertig!



Trotzallem möchte ich Euch zeigen, wo ihr einfüllen könnt, denn das wird gerne falsch gemacht und das Saatgut purzelt raus:



Die Spitze ist ja doppelt. Also klappt die vordere Spitze hinunter.


Und genau in diese hintere Öffnung füllt Ihr das Saatgut:


Hier zum Beispiel Bohnen!



Ihr könnt das Tütchen mit einer Büroklammer verschließen, die ihr immer wieder verwenden könnt.


Wer aber keine Büroklammer zur Hand hat, kann die Kouvertspitze auch nach unten falten und einfach in den Seiten verschränken.


 
Wenn Ihr von Euren Blumen oder Gemüsepflanzen selbst samenfestes Saatgut nehmt oder gerne Saatgut tauscht, dann sind gerade auch kleine Tütchen nicht schlecht. Viele kaufen sich dann kleine wiederverschließbare Plastiktütchen. Aber neu kaufen braucht man gar nicht, denn diese Saatgutbehältnisse kann man aus alten Papier selbermachen, das fast jeder irgendwo bei sich zu hause herumfliegen hat (und falls doch nicht, haben das sicher irgendwlelche Bekannte). Manche würden das Upcycling nennen und ist eigentlich nichts anderes als Wiederverwenden - Reusing-, eine der sechs R-Hilfen von Zero Waste, die einem das Müll sparen erleichtern. Wenn das Papier dann tatsächlich nicht mehr gebraucht wird, kann es immer noch zum Recylcing kommen. Aber alles, was nicht neu produziert wurde, schont die Umwelt.
Die nächst Saatguttauschbörse kann also kommen und dank unserer 9-jährigen Tochter sind wir mit Saatguttütchen aus alten Zeitungen und altem Geschenkpapier ausgestattet. Das Geschenkpapier wurde leider wieder ausgiebig verklebt, so dass nur kleine Teile wiederverwendet werden konnten. Immerhin wurden es Saatguttütchen.

 

Wie bewahrt Ihr Eure Samen auf? In ausgedienten Briefumschlägen oder alten Gläsern? Was habt Ihr dieses Jahr vor anzusähen? Schreibt uns doch oder kommentiert! Wir freuen uns!
Und falls eine Frage oder Unklarheiten zur Anleitung aufkommen: fragt gerne in den Kommentaren nach! Ich antworte schnellstmöglich!


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Bernd, 07.02.2019 um 14:38 (UTC):
Super Idee! Bislang habe ich noch nicht so viele Samen selbst aus dem Garten wiederbekommen, sondern die meisten gekauft. Die habe ich dann natürlich auch in den gekauften Tütchen gelagert.
Ich habe mir für dieses Jahr einige Tomaten ertauscht. Die esse ich am liebsten frosch aus dem Garten.

Kommentar von:12.02.2019 um 12:13 (UTC)
zerowaste
zerowaste
Online!

Hi Bernd,
wir haben uns dieses Jahr auch Tomaten ertauscht. Weiße Pfirsichtomaten - ich bin gespannt, ob sie etwas taugen . Wir haben schon ein paar tolle, resistente Sorten im Garten und die schmecken frisch von der Pflanze immer noch am besten .
Liebe Grüße
Stefanie

Kommentar von Emilia, 25.03.2019 um 16:26 (UTC):
Hallo,
Ich nehme Briefumschläge, die mir die Deutsche Post ins Haus liefert.
Ordentlich mit einem Messer aufschlitzen, Saatgut einfüllen, alles in eine Ecke schubsen, oben einmal umfalten, dann den Umschlag in der Mitte, der umgefaltete Rand liegt innen, falten und mit einer Büroklammer schließen.



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