verpflichtet Verpackungsabfälle zu vermeiden

6. Septemer: wir sind gesetzlich verpflichtet Verpackungsabfälle zu meiden

Im Internet bin ich bei meiner Recherche über die erst kürzlich veränderte Verpackungsverordnung gestoßen. Sie
wurde verändert, weil manche Hersteller Schlupflöcher missbraucht haben beispielsweise durch die eigene Verpackungsrücknahme Profit  machen wollten. Was aber viel interessanter war:
§1 der Verpackungsverordnung Verpack V
"Verpackungsabfälle sind in erster Linie zu vermeiden. Im Übrigen wird der Wiederverwendung von Verpackungen, der stofflichen Verwertung sowie den anderen Formen der Verwertung Vorrang vor der Beseitigung von Verpackungsabfällen eingeräumt. "
Eigentlich heißt das doch, dass
die Hersteller und der Handel z.B. eigentlich möglichst wenig Wegwerfverpackungen anbieten sollten?! Vielmehr sollte auf Mehrwegprodukte gesetzt werden.
  Der Handel und die Hersteller könnten vermehrt darauf hinweisen (Plakate, auf dem Kassenbon etc), dass die Leute ihre Taschen und Behältnisse selbst mitnehmen sollen. Ein Shop goes green kommt immer gut bei den Kunden an. Werbetechnisch könnte man sich hinterher brüsten, wieviel Prozent man an Plastiktüten eingespart hat, wieviel CO2 dadurch wenig produziert wurde und wieviel man dadurch für die Umwelt geleistet hat.
Im Jahr brauchen wir in Deutschland pro Kopf und Jahr 71 Einmal - Plastiktüten und verbrauchen in der EU damit am viertwenigsten! Und hier eine Zahl zum Umfallen: In Bulgarien nehmen die Bürger 421 Tüten pro Kopf und Jahr her!
Warum nehmen so viele Kunden keine Tasche mit?
Aus Bequemlichkeit? Sie zahlen oft nichts oder nur ein paar Cent, manchmal bekommen sie sie, wie in der Apotheke oder an der Frischetheke regelrecht aufgedrückt
- also warum sollte ich mir zuhause Gedanken darüber machen, ob meine Tasche sauber ist und ich sie gleich mitnehmen kann. Dabei dauert ein solcher Gedanke nicht lange, so dass man nicht von Zeitaufwand reden kann, und wer es clever anstellt, muss noch nicht mal groß suchen:
Hängen Sie sich doch ihre Taschen zu ihren Klamotten in die Garderobe! Sobald Sie sich anziehen, fällt sie ihnen ins Auge und Sie nehmen mit einem Handgriff die Tasche mit. Auch im Auto könnten Sie ihre Taschen deponieren.
Und falls man spontan einkauft,  könnte man sich auch eine kleine Tasche in der Tasche an den Schlüsselbund haken. Die Tasche ist nur ca. 3,5cm groß und beherbergt eine zusammengefaltete Einkaufstasche. Die meisten gehen auch spontan nicht ohne ihren Hausschlüssel aus und somit hat man nahezu immer eine Tasche dabei...
Und damit sind Sie auch schon beim ersten Schritt von Zero Waste angekommen: Refusing.
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