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Schon beim Einkaufen kann man Verpackung und Müll sparen, in dem man gezielt einkauft!

  • Precycling oder Mitdenken - Kosten senken!
Überlegen Sie vor dem Einkaufen, welche Produkte Sie lose bekommen und nehmen Sie ein passendes Behältnis und dementsprechend viel zum Einpacken mit. Fleisch in Jutetaschen macht sich nicht so gut!
Falls Sie Produkte nicht lose bekommen, denken Sie vorher darüber nach, wo sie die Produkte in einer recycelbaren Verpackung bekommen. Meist weiß man ja, Zucker gibt es im Karton bei XY. Wenn nicht, haben Sie mehrere Möglichkeiten, wie Sie es herausfinden:
  1. Halten Sie beim nächsten Mal Einkaufen die Augen offen!
  2. Recherchieren Sie im Internet!
  3. Fragen Sie Freunde, Bekannte und Verwandte, ob sie eine Alternative wissen!
  4. Fragen Sie im Geschäft nach. Manchmal kann man dort auch direkt Produkte bestellen!
  • Schreiben Sie eine Einkaufsliste!
Widmen Sie ihr einen festen Platz, damit sie sie immer parat haben, um ein fehlendes Produkt aufzuschreiben. Schreiben Sie alle Dinge auf, die Sie in einer Woche brauchen und sortieren Sie sie nach den Geschäften, in denen Sie sie kaufen können, z.B. Toilettenpapier und Zahnbürsten in der Drogerie, Obst und Gemüse auf dem Bauernmarkt etc.
 
  • Fahren Sie einmal die Woche mit der Einkaufsliste zum einkaufen!
Wenn sie zu Hause auf der Anrichte liegt, hilft sie Ihnen nicht. Falls Sie zur Vergesslichkeit tendieren, können Sie sich ihre Liste auch digital im Handy erstellen. Das vergessen manche seltener und eine digitale Liste ist sogar noch ökologischer.
Versuchen Sie den Einkauf einmal die Woche in einem Aufwasch zu erledigen! Sie sparen Zeit und Fahrtkosten, sofern Sie nicht sogar die Möglichkeit haben zu Fuß zu gehen oder zu radeln. Außerdem vermeiden Sie Spontankäufe und die damit verbundenen unnötigen Geldausgaben.
 
  • Nehmen Sie ihre eigenen Taschen, Körbe, Gefäße oder Kisten mit!
Lassen Sie die Plastiktüten im Geschäft, Taschen haben wir meist genug!
Im Jahr verbraucht ein Deutscher Bundesbürger laut Umweltbundesamt pro Kopf und Jahr 65 Plastiktüten. Das ist mehr als Sie auf einmal tragen könnten!
Verwenden Sie also ihre schon vorhandenen Plastiktüten oder Stofftaschen. Falls Sie tatsächlich keine haben sollten, bekommen Sie in den meisten Supermärkten Jutetaschen sehr günstig. Aber auch andere Stofftaschen sind natürlich verwendbar. Diese können Sie auch beim Bäcker benutzen und sich ihr Brot oder die Semmeln gleich hineingeben lassen. Auch wenn Sie beim Bäcker Papiertüten bekommen sollten und diese recycelbar sind, ist es trotzdem Verschwendung, sie unter Energieaufwand neu herzustellen. Zero Waste heißt auch "null Verschwendung".
Damit Sie ihre Tasche nicht vergessen:
Hängen Sie sich doch ihre Taschen zu ihren Klamotten in die Garderobe! Sobald Sie sich anziehen, fällt sie Ihnen ins Auge und Sie nehmen mit einem Handgriff die Tasche mit. Auch im Auto könnten Sie ihre Taschen deponieren.
Und falls man spontan einkauft, könnte man sich auch eine kleine Tasche in der Tasche an den Schlüsselbund haken. Die Tasche ist nur ca. 3,5cm groß und beherbergt eine zusammengefaltete Einkaufstasche. Die meisten gehen auch spontan nicht ohne ihren Hausschlüssel aus und somit hat man nahezu immer eine Tasche dabei. Solche Taschen verkaufen viele Geschäfte an der Kasse und wer nähen kann, hat sich sowas auch schnell
selbst aus Stoffresten fabriziert.
Apropos Verpackung: Wussten Sie eigentlich, dass wir laut §1 der Verpackungsverordnung "VerpackV" dazu verpflichtet sind, Verpackungsabfälle in erster Linie zu vermeiden?
Nicht nur die Hersteller und der Handel, sondern auch Sie können etwas dafür tun: In vielen Geschäften können Sie sich die Waren direkt in ein mitgebrachtes sauberes Behältnis geben lassen. Beim Bäcker, in der Mühle, auf dem Bauernmarkt, im Supermarkt an der Frische- oder Obst- und Gemüsetheke.
 
  • Nutzen Sie Mehrwegprodukte!
In verschiedenen Supermärkten, Discountern, Bioläden etc. können Sie einige Produkte in Mehrwegflasche kaufen. Milch, Sahne, Getränke, Joghurt und Öl sind gegen Pfand zu kaufen. 
Manche Getränkehersteller bieten oft auch gegen geringen Aufpreis eine Zustellung direkt nach hause an. Informieren Sie sich bei den regionalen Herstellern, im Internet oder bei Nachbarn, wer das in Ihrer Gegend durchführt. Wir haben gleich mehrere und haben uns für einen entschieden, der uns sogar die Träger in Haus trägt. Er kommt alle zwei Wochen, wir können auch im Internet bestellen und uns werden die Kisten vor die Tür gestellt, wenn wir nicht da sind.
Manche Gärtnereien oder auch Baumärkte bieten Blumen in Pfandtöpfen an.
Zu regionalen Eierverkäufern oder auf Wochenmärkten können bzw. sollen Sie die leeren Eierkartons wieder mitnehmen, damit sie nochmal neu befüllt werden können. Nach einem Mal Benutzen sind sie in der Regel nicht kaputt.
Auch Imker wollen in der Regel ihre Honiggläser wieder zurück.
Ansonsten versuchen Sie Ihre eigenen Mehrwegmethoden: Nehmen Sie ihre eigenen Behälter mit und  lassen Sie sich darin das Gekaufte einfüllen
 
  • Optimieren Sie Ihre Einkaufstour!
Machen Sie sich Gedanken, wo Sie ein Produkt bekommen und versuchen Sie ihre Einkaufstour möglichst effizient zu planen: Wenn Sie das lose Gemüse nur in dem einen Geschäft bekommen, schauen Sie, dass Sie auch viele andere Sachen dort bekommen. Dann können Sie sich möglicherweise einen weiteren Zwischenstopp bei einem anderen Geschäft sparen, dazu auch Zeit und Geld (bei nahezu identischen Einkaufspreisen). Nur wegen einem besonderen Angebot einige Kilometer zu fahren, um dann 20 Cent zu sparen ist ökologischer und ökonomischer Irrsinn.
 
  • Kaufen Sie lose Ware!
Wenn es geht, versuchen Sie lose Ware zu bekommen. An Frischetheken, am Obst- und Gemüsestand ist dies leicht möglich. Aber auch Mühlen bieten solche Möglichkeiten an. Dort können Sie sich das Gewünscht in ihre eigenen Behälter füllen lassen. Bedenken Sie bitte, dass Mühlen nicht nur Getreide und Flocken haben. Es gibt auch Kaffemühlen, läuft auch unter Kaffeeröstereien, Öl- und Gewürzmühlen. Meist weiß man gar nicht, dass man diese in seinem direkten Umfeld hat.
Nutzen Sie auch die Angebote der Bauern und Imker. Hier bekommen Sie ihre Sache meist lose, genauso wie auf Märkten, in Bäckereien, beim Metzger, im Käse - oder Blumenladen.
Viele Läden bieten auch einen Nachfüllservice.
 
  • Kaufen Sie Großpackungen!
Manche Produkte sind nur schwer lose zu bekommen oder schlichtweg nicht erschwinglich. Für solche Fälle lohnt es sich Großpackungen zu kaufen. Damit sparen Sie sich die vielen kleinen Verpackungen und meist auch noch Geld, da sie mehr abnehmen.
Beispiel Gummibärchen: diese sind eigentlich nur im Gummibärenladen in kleineren Portionen bei weitem teurer als im Supermarkt zu erstehen. Bei manchen Großhändlern oder in der Metro bekommt man die Leckerein auch im Großpack, einfacher im Internet bei bekannten Shoppingportalen. Wir haben in diesem Fall uns einen 3kg Sack (entspricht bei Goldbären 10 Packungen) gekauft, der von der Verpackung her so groß ist wie 2,5 kleine Packungen.
Wir sind vier Personen und die Süßigkeiten halten sich lange. Das rentiert sich für uns. Wem das aber zu viel ist, der kann sich auch überlegen, ob er oder sie sich nicht eine Großpackung mit jemandem zusammenkauft und dann teilt.
 
  • Kaufen Sie Konzentrate!
Manche Dinge sind auch als Konzentrat erhältlich (EM-Bakterien als Dünger oder Kompostbeschleuniger für den Bokashi)
 
  • Nutzen Sie Lieferservices!
  Fast in jeder Region bieten Unternehmen Lebensmittellieferungen an. Bekannt sind Getränkelieferanten, die auch gleich das Leergut wieder mitnehmen und die einem - je nach Service der Fima - auch die Getränke an den Ort der Bestimmung in ihrer Wohnung/ihrem Haus stellen. Auch eine Lebesmittelkiste ist eine Option. In manchen Regionen ist sie unter Biokiste bekannt. Hier bekommt man einmal die Woche Obst und Gemüse, je nach Angebot auch Getreide, Brot und Nudeln, Milch- und Fleischprodukte. Wie man möchte, bestellt man individuell jede Woche neu oder lässt sich überraschen. Im Internet bekommt man meist Anbieter heraus oder fragen Sie im regionalen Bio -  oder Hofladen an. Nachbarn und Freunde kennen meist auch jemanden.
Der Vorteil solcher Lieferservices ist, dass nur ein Fahrzeug fährt und nicht viele Autos. Außerdem sind die Produkte meist regional, frisch und nachvollziehbar.
Meist ist es auch kein Problem, wenn man gerade nicht zum Lieferzeitpunkt anwesend ist. Man macht dazu einen Abgabepunkt aus, an den die Kiste abgestellt werden kann (Haustüre, in den Schuppen, ins Treppenhaus etc.). Urlaub ist meist auch kein Problem. Die meisten Kisten sind wöchentlich aussetz- oder kündbar.
 
  • Bilden Sie Einkaufs- und Fahrgemeinschaften!
In manchen Regionen ist die Infrastruktur nicht optimal. Da kann es unter Umständen auch mal statt zu fünf Minuten Fahrzeit zu Viertelstunde - und das mit dem Auto - kommen. Deshalb ist es einen Gedanken wert, eine Einkaufsgemeinschaft zu bilden. Die kann unterschiedlich aussehen: Entweder man teilt sich bei weiteren Strecken einen fahrbaren Untersatz und kauft gemeinsam ein. Stimmt die Chemie kann das sehr vergnüglich sein. Nicht immer passen die Lebensgewohnheiten und Zeitpläne zusammen. Bevor so ein Vorhaben scheitert, versuchen Sie noch die Option Einkafufszettel. So kann es vorkommen, dass man nur einmal im Monat Obst und Gemüse holen muss. Das spart Zeit und Fartkosten.
 
 
Regionaler Tipp: verpackungslos einkaufen in und um Bruckmühl - ein kleiner Shoppingguide