Zero Waste Ideen für Geschenkverpackungen

- wiederverwendbar und wiederverwendet -

Weihnachten, Geburtstag, Namenstag, Hochzeit, Hochzeitstage, Taufe, Konfirmation, Kommunion, Firmung, Valentinstag usw. - es gibt so viele Anlässe etwas zu schenken. Dabei entstehen Müllberge, die dann nicht mehr feierlich sind.
Dabei geht es anders: Das Geheimnis heißt WIEDERVERWENDEN und ist eigentlich ganz einfach!
Und an mancher Stelle vielleicht auch etwas komisch, wenn man an die Toilettenpapierrollen oder die umgedrehten Chipstüten denkt. Aber gerade letztere machen doch was her, oder??

 

Recyclingfähiges Geschenkpapier
Recycling ist ja auch eine Form der Wiederverwendung (Reuse – eine Säule von Zero Waste), wenn auch definitiv nicht die Beste. In diesem Fall aber schon einmal das Naheliegenste. Traditionell werden die Geschenke in Geschenkpapier eingepackt. Dieses kann recycelt werden, solange es nicht beschichtet ist und tatsächlich aus Papier besteht. Das ist leider nicht immer der Fall. Einige weichen da auch auf Packpapier aus. Das ist recycelbar und auch strapazierfähiger. Man kann es häufiger als das dünne Geschenkpapier hernehmen und schaut auch nicht schlecht aus.

Auch eine Möglichkeit ist es in Zeitungspapier einzuwickeln. Dazu einfach eine schöne Seite auswählen. 

Wir haben in unserem Haushalt zwar kein Zeitungspapier mehr, da wir digital lesen. Aber in unserem Umfeld haben das viele und da können wir uns jederzeit bedienen. Noten- und Kalenderblätter, Buchseiten oder Straßen- und Weltkarten machen sich übrigens auch gut. 
Ist einem das zu schlicht z.B. Stichwort Packpapier kann man es mit kleinen Stempeln (Kartoffelstempel und Wasserfarben – das ist auch eine tolle Sache mit Kindern) oder Tribals wie bei diesem Karton aufpimpen.

Auf Sticker würde ich verzichten. Denn da haben wir das gleiche Problem wie bei den Klebestreifen.
Diese sollte man vom Geschenkpapier abziehen, bevor man sie zum Altpapier gibt. Macht man das nicht und wirft man sie trotzallem in die Papier-Container, werden sie aussortiert und verbrannt. Sie sind nämlich nicht recyclingfähig. Für nicht alle Recyclingunternehmen ist es aber noch wirtschaftlich auch die Klebestreifen zu entfernen. Da sind wir gefordert. Also am besten abziehen oder gleich gar nicht verwenden.

 

Klebestreifen
Ganz ehrlich: es geht auch ohne.
(Und da sind wir auch schon wieder bei der nächsten Säule von Zero Waste: reduce. Diese R-Säulen sind wirklich gute Hilfslinien, wenn man Müll vermeiden will!)
Eigentlich könnte man das Geschenkpapier ein paar Mal wiederverwenden, wären da nicht die Klebestreifen. Herkömmliche Klebestreifen gehören in den Restmüll. Sogar die meisten, die auf Papierbasis im Handel sind! Vorraussetzung, dass auch sie mitrecycelt werden können ist u.A., dass die Klebstoffe wasserlöslich sein müssen.
Es gibt aber auch kompostier- und recycelbare Klebestreifen z.B. Washitapes aus Reispapier. Das wäre dann schon etwas besser, hilft nur beim eigentlichen Problem nicht: Das Geschenkpapier wiederverwenden.
Versucht man nämlich die Klebstreifen zu lösen, zerstört man meist einen Teil des Geschenkpapiers. Da sie nicht nur am Rand, sondern auch in der Mitte festgemacht sind, kann man nur noch den übrigen und noch heilen Teil weiterverwenden. Und irgendwann werden die Geschenke dann schon sehr klein....:-)
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: leicht abziehbare und wiederverwendbare Klebstreifen, die noch dazu nicht auf Erdölbasis hergestellt wurden. Wir haben es aufprobiert: Man kann sie zwei, drei Mal verwenden, danach kleben sie nicht mehr. Der Nachteil ist außerdem: Wo bewahre ich die Klebstreifen bis zum nächsten Mal auf? Die muss ich ja dabei irgendwo hinkleben. Man findet sicherlich einen glatten Gegenstand, aber wirklich praktikabel finde ich das nicht. Und zum Schluss sind sie auch Restmüll.
Das Gelbe vom Ei sind diese Klebstreifen einfach nicht. Vorallem, wenn man bedenkt, dass die auch noch verpackt verkauft werden. Genau wie das Geschenkpapier und die Geschenkebänder. Also eine Verpackung für die Verpackung. Das macht eine Menge Müll. Hier könnt Ihr das auch noch mal genau nachlesen, was da alles zusammenkommen kann. Summa summarum: wir nutzen keine Klebestreifen und kaufen auch kein Geschenkpapier mehr.

Was wir machen....
Kommt uns Geschenkpapier ins Haus, nutzen wir es weiter, so lange es geht. Bei Kindergeburtstagen bitte ich oft einfach darum, dass, falls die Gäste gerne schenken und einpacken wollen, auf den Klebestreifen zu verzichten. Einfach mit Geschenkband fixieren, Schleife. Fertig. Auch hübsch.

 

Geschenkbänder
Hier gibt es natürlich die ganze Palette aus Kunststoffen, die schlecht bis gar nicht zu recyceln sind. Und thermische Verwertung, also Verbrennen ist eigentlich eben kein Recycling. Das haben die Deutschen sich nur zurechtdefiniert, damit die Bilanzen besser aussehen. Denn Recycling bedeutet eigentlich, dass man aus einem Rohstoff unter Energieaufwand einen gleichwertigen Stoff herstellen kann. Sprich wir haben neu definiert: Asche ist genauso toll wie eine Tupperbox. Aja...?

Also aus diesem Grund: Hat man solche Geschenkbänder noch im Fundus dann wiederverwenden, aber lieber nicht neu kaufen. Dafür gibt es bessere Alternative:

  • Jute- oder Sisalbänder gibt es oft als Knäuel unverpackt im Schreibwarenhandel oder im Baumarkt und ist kompostierbar und definitiv langlebig und damit häufig einsetzbar

  • Wolle – ist von Handarbeiten noch etwas übrig, können Reste dafür weiterverwendet werden. Das sieht aufgefächert oder geflochten oft toll aus

  • Stoffreste: ein altes Laken, Pulli etc. in Bahnen geschnitten und einfach als Geschenkband verwenden. Wer will, kann die Seiten umnähen, damit sie nicht ausfransen. Bei Jersey ist es nicht nötig und bei anderen Stoffarten kann das Zuschneiden mit der Zickzackschere von Vorteil sein. Und nein, man muss sie nicht kaufen. Einfach mal bei Freunden, Familie und Bekannten nachfragen, ausleihen und gleich mal ein paar Bahnen auf Vorrat schneiden. Dann hat man immer welche da.

  • Naturbast bzw. Gartenbast: wäre kompostierbar. Bekommt man im Schreibwarenbedarf oder Baumarkt. Der Nachteil bei Naturbast war allerdings, dass ich ihn immer nur mit Plastik verpackt bekommen habe. Deshalb fällt er trotz Kompostierbarkeit bei uns als Geschenkband aktuell raus. (Habt Ihr eine andere Quelle? Dann schreibt uns doch in die Kommentare oder über Kontakt) Gartenbast dagegen gab es als Knäuel auch lose mit Papierettikett. Der Nachteil bei Gartenbast ist aber, dass er für große Geschenke nicht lang genug ist. Aber dafür bieten sich ja die anderen Möglichkeiten an.

Unsere liebsten Möglichkeiten sind: Weiternutzen, von dem, was wir bekommen haben. Falls mal ein Band nicht passt, alte Stoffe wiederverwenden und damit das Papier fixieren.
Oder auch den Stoff :-)....:

Einpacken in Stofftücher:

Mit Geschenkband
Geht auch. Ist nur noch nicht so üblich. 2014, als wir angefingen, haben wir Euch ja unsere Geschenketaschen aus Stoff gezeigt. Aber man muss dazu nicht eine Tasche nähen.
Ein altes Stück Stoff tut es auch. Da kann man wiederrum den Rand umnähen, bei Jersey nicht nötig, da es nicht ausfranst oder eben die Zickzackschere benutzen. Das Geschenk kann man dann wie beim Papier auch einfach mit Geschenkband einpacken. Oder man legt das Geschenk in die Mitte des Stoffes, nimmt alle Seiten nach oben und wickelt ein schönes Bändchen herum.
Oder, oder, oder: Man nutzt gar kein Geschenkband und knotet. Das nennt sich dann Furoshiki:


Mit Knoten

Furoshiki ist eine asiatische Methode. Die kennt Ihr vielleicht aus dem Beitrag Einsteigertipps. Da zeigten wir Euch schon ein Video, wie man sich aus einem Tuch eine einfach Tasche für die Brotzeit schnell und einfach Knoten kann. Das funktioniert auch bei Geschenken z.B. so:

Diese Faltmethoden findet Ihr auch unter diesem Link als Grafik:
Diese Tücher muss man nicht neu kaufen und würde ich auch nicht empfehlen. Man kann sie aus ausgedienten Stoffen wie Laken, Bettwäsche und Klamotten ausschneiden, Halstücher verwenden, Schals, Kissenbezüge, Hand- und Geschirrtücher im Ganzen nutzen u.v.m. Hat man davon nichts übrig bekommt man sie second hand  nahezu hinterhergeschmissen. Tolle Schals bekamen wir fünf Stück für einen Euro. Diese sind sehr groß und für kleinere Geschenke kann man sie sicherlich auch noch zerteilen. Wobei ich das irgendwie schade finde, denn vielleicht freut sich der Beschenkte/die Beschenkte ja über das Tuch und will es tragen. Deshalb nutze ich da lieber noch andere Möglichkeiten, auf die wir gleich noch kommen. Aber noch mal zurück zum Thema, wie man günstig und second hand an solche Stoffe kommt, wenn man keine zur Hand hat:

  • Second-hand-Laden

  • Kostnix-Laden

  • Sozialkaufhaus

  • Kleidermärkte

  • Diakonie und Caritas

  • Kleinanzeigen

  • Flohmärkte

  • Schenk- & Tauschparties

  • Tauschbörsen (im Internet z.B. auf Facebook täglich geöffnet)

  • Tauschen mit Freunden

  • Kleidertauschparties

 In Klamotten einpacken:
Hat man zuhause Klamotten, die noch tragbar sind, aber in die man nicht mehr reinpasst oder die man einfach nicht mag, kann man auch in diese Einwickeln, ohne sie mit der Schere zu zerstören.

In Taschen und Säckchen aus Stoff
Manche nähen aus den Stoffen auch kleine Taschen und Säckchen z.B. mit Tunnelzug. Diese kann man nicht nur zum Schenken weiterverwenden, sondern auch zum Einkaufen z.B. im Unverpackt-Laden, als Gemüsesäckchen, als Turnsack...dafür kann man viele Verwendungen auch an Nicht-Geburtstagen finden!
Wir hatten letzens Geschenkesäcke aus einem alten Kaffeesack mit Aufnähern aus kaputten Klamotten genäht. Die sahen dann so aus:

                

Das ist natürlich aufwendiger und muss auch nicht sein. Aber wer Lust dazu hat, kann da noch viel tollere Sachen daraus machen und verzieren. Ganz individuell z.B. einen Kinderstoff verwenden oder für die Großeltern eine Kinderhand der Enkel darauf nähen, sticken und Rosen und Rüschen dran machen. Da kann man die Kreativität rauslassen und ordentlich aufpimpen. Im Internet z.B. auf Pinterest findet man immer tolle Ideen.
Diese ganzen Varianten aus Stoff sind sehr haltbar und können wirklich oft wiederverwendet werden.
Geschenktaschen zum Wiederverwenden müssen aber nicht zwingend aus Stoff sein, sondern können auch aus Papier sein.
 

In Papiertaschen
Sind sie aus festen Papier kann man sie ein paar Mal verwenden. Aber sie sind bei weitem nicht so langlebig, wie die aus Stoff. Es gibt sie allerdings auch beschichtet mit Glitzer und sämtlichen Motiven für jeden Anlass. Diese zerreißen nicht so schnell, wie die einfachen Papiertaschen. Aber durch die Beschichtung gehören sie nicht mehr ins Altpapier, sondern in den Restmüll.

Papiertaschen muss man allerdings nicht unbedingt kaufen. Man kann sie auch aus festen Papier selbermachen. Wir haben das letztens mit alten Kalenderblättern von der Oma gemacht. Die Anleitung findet Ihr hier.

 
Geschenkeboxen

Einen Karton weiternutzen
Ähnlich, nur nicht in Taschenform, funktionieren Geschenkeboxen. Einfach einen schönen Karton weiternutzen, den man mal zugeschickt bekommen hat, so wie dieser:

Kartons dieser Art bekommt man, wenn man nett fragt, in Geschäften kostenlos. Das wäre schon von Anfang an Wiederverwertung. Man kann sie natürlich auch neu kaufen bei der Post oder im Schreibwarenhandel. Aber was nicht neu produziert, schont die Umwelt. Also lieber wiederverwenden:). Aber der Vollständigkeit halber noch dieser Punkt:
 

Geschenkeboxen kaufen
Man findet sie aber auch bedruckt und/oder beschichtet für jeden Anlass ob Hochzeit, Geburt mit und ohne Glitzer:

                      
Die machen ordentlich was her - sind auch hochpreisig. Und man bekommt sie deshalb selten weiterverschenkt. Die landen nämlich oft als Erinnerungs-, Foto- oder Aufbewahrungsbox in irgendwelchen Schränken.
Als Geschenkebox eignen sich auch Blechboxen oder Keksdosen. 


Toilettenpapierrolle als kleine Geschenkbox

Eine kleine Box kann man sich auch ganz leicht aus einer Klopapierrolle machen und zwar so:

Natürlich geht das auch aus einer Küchenpapierrolle. Allerdings haben wir so etwas gar nicht im Haushalt, da wir stattdessen Handtücher und Lappen verwenden, um auch diesen Müll einzusparen :-).
Hat man aber noch etwas Müll zu hause, ist es ja gut, diesen weiterzunutzen, bevor er tatsächlich im Abfall landet z.B. wie die

Chipstüte
Einfach umdrehen, Brösel abbürsten, evtl. mit einem Lappen nachwischen, damit es schön glänzt, zurechtschneiden und einwickeln. Fertig ist das Gitzerpapier!

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Zugegeben, wir kaufen nie Chips u.A. wegen der Verpackung, aber auch, weil wir zur Gummibärchenfraktion gehören. Aber falls mal wieder eine Glitzerelster Geburtstag hat, wüßte ich genug Leute, die mir ihren "Glitzermüll" vermachen.
Summa Summarum. Man muss eigentlich nur kreativ sein und sich auch mal trauen neue oder andere Wege zu gehen. Vielleicht waren hier ein paar Inspirationen für Euch dabei??!!
P.S. Ein Lesertipp kam dazu auch noch rein: es eignen sich auch manche Kaffeeverpackungen, da sie manchmal innen auch gold oder silber sind :-)

 

Wie verpackt Ihr Eure Geschenke? Schreibt uns doch in die Kommentare! Oder kommentiert, liked oder teilt hier auf Facebook!



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Regionaltipp: Hier findet Ihr Schenk- und Tauschgruppen:

Schenk- und Tauschparty in Bruckmühl in Koop mit dem Reparatur-Café – Termine findet Ihr hier

Bruckmühler Tauschbörse auf Facebook

Verschenkgruppe Rosenheim auf Facebook

  

Eines möchte ich in eigener Sache auch noch mal erwähnen: wenn wir etwas z.B. in einem Tuch oder einer Tasche verschenken und wir bekämen es sozusagen zurückgeschenkt, ist das kein Fauxpax. Ganz im Gegenteil. Wir finden es toll, wenn man uns bei der Müllvermeidung unterstützt und wenn andere mitmachen. Es ist nicht peinlich, wenn man versehentlich die gleiche Verpackung zurückgeschenkt bekommen hat. Wir sehen das eher als Kompliment. Wo kämen wir denn dahin, wenn man sich merken müsste, von wem man welche Verpackung geschenkt bekommen hat? Das wäre doch sehr kompliziert und auf den Gedanken wären wir auch gar nicht gekommen, wenn wir nicht bei einer Diskussion darauf angesprochen worden wären. Manche machen sich da wahnsinnig viele Gedanken. Vielleicht ist es aus diesem Grund ganz hilfreich, gerade bei solchen Menschen, das auch mal im Nebensatz zu erwähnen. Denn sonst schenken sie vorsichtshalber Geschenkpapier.






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Christina, 11.12.2017 um 08:11 (UTC):
Hi zerowastefamile,
da habt Ihr ganz schön viele Ideen zusammengetragen! Keinen Tesa zu verwenden ist absolut wichtig - das werd ich vermehrt versuchen! Mir fällt noch ein, dass man als Geschenkband auch Filzbänder oder -schnüre oder auch Borte nehmen kann.

Insgesamt bleibt dieses Thema für mich trotzdem noch offen. Ganz allgemein denke ich darüber nach, dass man ein Geschenk nicht unbedingt in irgendwas einpacken muss, nur damit es eben eingepackt ist. Da werd ich einfach öfters mal zero leben, evtl noch ne Schleife drum und gut ist?!
Bereits benutztes Geschenkpapier ist meist knitterig und nicht mehr so besonders schön (und das soll es ja eben sein!), Zeitungspapier nur Mittel zum (Versteck-)Zweck und färbt schnell an die Hände ab, Packpapier genauso wie unbeschichtetes neues Geschenkpapier eigentlich ökologischer Unsinn, Geschenktüten aus Kalenderblättern sehr hübsch, aber hier ist kein Kalender o.ä. vorhanden usw.
Mein persönliches Fazit (das vermutlich Eurem ähnelt?):
weniger konsumieren, damit auch weniger verpacken. Geschenke als solches (uneingewickelt) wirken lassen und auch mal in eine hübsche Schachtel investieren und das ins Geschenkbudget miteinrechnen. Berühmter passender Satz dazu: Weniger ist mehr

Ich möchte gern noch einen Gedanken einbringen:
Man verschenkt ja in der Regel Dinge, die sich der Beschenkte wünscht, die ihm gefallen könnten und Freude bereiten. Auch wenn ich mir das z.B. aus ökologischen oder anderen Gründen nicht selbst wünschen würde, verschenke ich es dennoch - und verpacke es dann so, wie es dem Beschenkten gefallen würde. Die Verpackung soll das Geschenk besonders liebevoll und hübsch präsentieren und die Vorfreude darauf verstärken. Es ist wie mit Kunstobjekten oder Musik - die braucht theoretisch keiner zum Leben, aber sie machen das Leben einfach schöner... ja, ich weiß, ganz weit weg vom Minimalismus, aber ich bin eben auch ein Fan von schönen Dingen
Für Euch würde ich z. B. anders einpacken (eben mit dem Hauptaugenmerk zerowaste) als bei meiner Schwägerin (wenig Müll gern gesehen, aber sie hat auch einen ausgeprägten Blick für Details, der wichtiger ist als Müllvermeidung).
Ich lass das einfach mal so stehen - ist eh lang geworden...
mal sehen wie lange ich noch brauche, für mich ein stimmiges Konzept zu haben. Erstmal warten aber noch einige Plastikschleifen auf Ihre Verwendung :~
Liebe Grüße!


Kommentar von:12.12.2017 um 11:37 (UTC)
zerowaste
zerowaste
Online!

Hallo liebe Christina,
stimmt, Borten sind auch noch eine gute Idee, wenn man sie vom Nähen über hat. Das hatte ich gar nicht auf der Uhr, da ich wirklich nur das Nötigste nähe, also flicken und ein paar wenige Dinge aus alten Klamotten upcycle - Spüllappen etc. Gut, dass Du es sagst. Ja, und es stimmt: Wir halten es eher so, dass wir weniger konsumieren an Dingen und eher auf Aktionen setzen. Vielleicht wäre das auch etwas für Deine Verwandte, wenn Du Dir da Sorgen machst, dass sie die Verpackung nicht mögen könnte. Wobei ich jetzt auch nicht genau weiß, was Du dann unter Details verstehst. Aber das ist eh eine subjektive Sache, was jemand schön, toll, liebe- oder geschmackvoll empfindet. Um das Ganze zu umgehen, wäre vielleicht eine schöne Aktion etwas? Einen Ausflug zu einer Sehenswürdigkeit mit anschließendem, liebevoll hergerichteten Picknick. Ein Picknick kann man ja auch sehr gut Zero Waste gestalten.
Und das, was Du eh schon machst, indem Du Sachen wiederverwendest, ist ja schon ein Teil von Zero Waste: Reusing. Ich finde, Du bist auf einem guten Weg für ein stimmiges Konzept für Dich!
Herzliche Grüße Steffi

Kommentar von Dorothea, 13.12.2017 um 06:03 (UTC):
Wie üblich tausend tolle Ideen. die wolftaschen bastele ich sobald ich ende des jahres den kalender meiner Freundin erbe nach und eine chipstüte hat sich letztens auch zu mir verirrt.

Kommentar von:13.12.2017 um 06:18 (UTC)
zerowaste
zerowaste
Online!

Danke Dir, Dorothea

Kommentar von seinfeld, 06.01.2018 um 10:56 (UTC):
Danke für die vielen Tips. Letztes Jahr habe ich mir auch gedacht, es ist interessant wie viel Geschenkspapier man so verbraucht und dann sofort wegschmeißt. Teilweise habe ich das Papier aufgehoben, aber leider läppert sich das so stark zusammen, dass man auch Platz für angefangenes braucht. Aber ich habe mir für 2018 überlegt zb ein braunes Packpapier zu verwenden und vom Kind einfach bemalen lassen. Das kann man auch bei Kinder Geburtstagen verwenden. Eine Arbeitskollegin hat das früher immer gemacht und man spart mit Sicherheit einiges an Geld. Wenn ich mir zusammenrechne was ich für 2017 so ausgegeben habe... Locker 10 Euro alleine für Papier. Ich glaube hier ist eindeutig ein Umdenken notwendig. Klar das Bunte Papier sieht toll aus (besonders für Kinder) , aber man kann ja auch mal andere Materialien anwenden. In dem Sinne weiter so mit deinem Blog! danke

Kommentar von:06.01.2018 um 11:42 (UTC)
zerowaste
zerowaste
Online!

Hallo Seinfeld,
danke für Deinen lieben Kommentar . Wow, 10 Euro. Das ist gar nicht wenig! Es stimmt, es müsste tatsächlich ein umdenken stattfinden. An Heilig Abend sind wir an einem Papiercontainer auf dem Heimweg vorbei und der quoll über mit benutztem Geschenkpapier. Rundherum lag das Zeug, man wäre kaum durchgekommen. Wahnsinn!
Herzliche Grüße Stefanie



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