Schreiben und Malen

mit (Zero Waste -) Stil

Auch in der Schule oder im Büro hat man Möglichkeiten, Müll einzusparen und auf nachhaltige Ressourcen zurückzugreifen.
Hier ein paar Ideen, wie das beim Malen und Schreiben gehen könnte!
Wenn man sich einiges z.B. für den Schulstart neu anschaffen muss, kann man schon beim Einkauf darauf achten, dass die Utensilien langlebig sind, nachfüllbar und aus recyclingfähigen Materialien.

Buntstifte

Buntstifte gibt es oft einzeln im Schreibwarenhandel zu kaufen oder in Sets. Im Set sind sie oft etwas billiger, dafür aber verpackt. Man hat aber auch da die Wahl unter den Verpackungen: Je weniger, desto besser und  lieber gut recyclingfähige Verpackung wählen statt Downcycling oder thermische Verbrennung wie bei Plastik. Auch wenn die Sets billiger sind: Manche Farben werden etwas mehr beansprucht, deshalb ist es nach der Erstanschaffung oft günstiger sein, sie einzeln und lose nachzukaufen.
Was die Schreibwarenhändler allerdings in ihren Sortiments haben ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Leider muss man da wirklich vor Ort nachsehen. Unlackierte Buntstifte sind nachhaltiger als lackierte, da erstens der Lack nicht zusätzlich produziert werden musste und die Lacke oft Weichmacher und Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sie für die Schule leicht mit dem Namen beschriften kann (manchmal gefordert), ohne dafür Aufkleber oder Filzstift kaufen zu müssen.
Diese gibt es in gut sortierten Schreibwarenhandel oft einzeln, aber auch Behindertenwerkstätten bieten sie an.
Es gibt sie in der dicken und dünnen Ausführung.

Aufpassen beim Einkauf:
  • Auf die Größen: Manche Buntstift-Hersteller wollen einen extra passenden Spitzer, den natürlich auch nur diese Firma hergestellt.
  • Lieber unlackierte Buntstifte wählen: Erstens muss der Lack nicht zusätzlich produziert werden, die zudem oft Weichmacher und Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sie für die Schule leicht mit dem Namen beschriften kann (manchmal gefordert), ohne dafür Aufkleber oder Filzstift kaufen zu müssen.
  • Passende Stiftverlängerungen! Auch hier gibt es nicht für alle Stiftdicken eine Verlängerung

Stiftverlängerung

Viele Stifte sind kompatibel mit Stiftverlängerungen. Damit kann man die kurz gespitzten Stiften noch länger nutzen. Diese gibt es für dicke und dünne Stifte. Die abgebildeten aus purem Holz sind für beide nutzbar.


Spitzer ohne Plastik

Die meisten Spitzer bestehen aus Plastik. Bei sehr gut sortierten Schreibwarenhändlern findet man auch die Holzspitzer-Variante. Allerdings selten als Dosenspitzer, was allerdings sehr praktisch für die Schule ist. Aber nicht aufgeben! Es gibt sie ohne Plastik: Diese Dosenspitzer bestehen es aus fester Pappe, der Deckel ist aus Holz, samt Schneideklinge aus Metall. Wir haben drei Ausführungen schon gesehen: normale Bleistifte, dicke Buntstifte und extra dick. Diese stellen meist die Behindertenwerkstätten her (mehr Info am Ende des Artikels) oder es gibt sie in manchen Unverpackt-Läden .

Filzstifte zum Auffüllen
Filzstifte sind oft in der Schule gefordert, aber eigentlich kein Muss, da man ja auch mit Buntstiften malen kann und schreiben mit Füller und Tintenroller mit farbiger Tinte und Konverter. Wenn man auf Filzstifte zurückgreifen muss, hat man die Möglichkeit auf nachfüllbare Versionen zurückzugreifen. In diesem Fall kann man hinten am Stift z.B. bei Austrocknen etc. einfach wieder mit Wasser auffüllen. Die Farben sind auswaschbar. Mehr zum Thema nachfüllbare Filzstifte

Farbkasten nachfüllen!

Für Wasserfarbkästen gibt es die einzelnen Farben nachzukaufen! Leider hat das auch nicht jedes  Schreibwarengeschäft. Da lohnt es sich definitiv nachzufragen bzw. als Kundenwunsch zu äußern.
Wer damit nicht auf Erfolg stößt: Generell im Sortiment haben meines Wissens nach die Müller-Drogerieketten die einzelnen Farben das ganze Jahr über für ca. 1,20 Euro im Verkauf, sowie der Großhändler Bösner. 
Deckweiß kann man fast überall einzeln nachkaufen.

Textmarker

Als Textmarker sind meist die Varianten aus Plastik bekannt. Einige von ihnenbestehen bis zu einem gewissen Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen oder sind sogar nachfüllbar. Die uns bekannten Nachfüller dafür bestehen allerdings wiederum aus Kunststoff und sind auch darin verpackt.
Eine Alternative ist der Textmarker als Buntstift in den bekannten Farben pink, neongelb, neongrün und leichtendem blau oder orange.
Diese gibt es einzeln oder im Pack (Karton) zu kaufen, in der lackierten oder unlackierten Version (siehe Buntstift).
Eine weitere Variante ist der Marker von Lyra:

Diesen kann man wie einen Druckbleistift mit einer Miene nachfüllen. Die Nachfüller mit mehreren Mienen werden aktuell (Stand März 2017) in Plastik geliefert.

Bleistifte:

Bleistifte sind meist lose im Schreibwarenhandel zu bekommen. Leider nicht immer die unlackiert Variante.  Option zu Stiften ist der Druckbleistift. Die Mienen dafür können nachgefüllt werden. Es gibt sie, wie die normalen Bleistifte auch in vielen Härtegraden. Der Vorteil bei einem Druckbleibstift ist, dass er nahezu nie abbricht und man keinen Stiftverlängerer braucht.

Füller mit Konverter

Man muss nicht mit dem Federhalter schreiben, um die Wegwerftintenpatronen zu vermeiden, sondern kann auch auf einen Konverter zurückgreifen. Diesen füllt man mit Tinte aus dem Tintenglas wieder auf. Die Konverter gibt es in jedem guten Schreibwarenhandel und auch Drogerien führen sie oft. Manchmal allerdings verpackt mit einer Plastikfolie und einer Kartoneinlage. Das Gleiche gilt für die Tinte, die übrigens in verschiedenen Farben auf dem Markt ist.
Was die Feder des Füllers angeht: sie ist austauschbar!
Übrigens :Ist der Füller nicht extra für Rechtshänder ergonomisch geformt, kann man als Linkshänder einfach die Feder austauschen und ihn nutzen (natürlich auch anders herum). So ist auch ein "second hand"-Kauf möglich.
Federn führen Schreibwarenhändler.

Tintenroller

Tintenroller sind als Alternative zu einem Füller sehr angenehm, da man sie als Rechts- und Linkshänder nutzen kann. Gerade Linkshänder nutzen ihn auch gerne statt einem Füller, da ein Füller gezogen und nicht geschoben werden will. Das Schreibgefühl ist angenehmer und auch Schulen sind meist damit einverstanden, da die Handschrift besser bleiben soll als mit einem Kugelschreiber. Da wir Rechts- und Linkshänder in der Familie haben, ist das neben einem Bleistift unser Standardstift. Ein Tintenroller eignet sich auch gut als Alternative zu den Fasermalern, die ich bisher (Stand 2017) nur aus nachwachsenden Plastik, aber nicht nachfüllbar gefunden habe. Indem man die Konverter mit unterschiedlich farbiger Tinte füllt, hat man eine auffüllbare Alternative zu Fasermalern oder auch zu Kugelschreibern in verschiedenen Farbtönen.
Allerdings heißt es bei den Tintenroller: Augen auf beim Kauf!
Im Handel sind unterschiedliche Tintenroller zu finden. Beim Kauf eines Rollers muss man darauf achten, dass dieser ausdrücklich als nachfüllbar deklariert ist (oder man lässt sich beraten). Denn sonst kann es passieren, dass man keine Patronen nachfüllen kann und der Tintenroller nach dem Gebrauch irgendwann im Müll landet. Da sie meist aus verschiedenartigen Kunststoffen zusammengefügt sind, ist sogar das Downcycling eher aussichtslos.
Für Tintenroller gibt es spezielle  Patronen zum Nachfüllen. Allerdings sollte man da wachsam sein: Wie weren die Nachfüller verkauft? Es gibt einige, da gibt mit ein oder zwei Patronen auf  Pappe präsentiert und in Plastik verschweißt zum Nachkaufen. Es gibt sie aber auch zu vier bis sechs Patronen in einer kleinen recycelbaren Pappschachtel zu kaufen, was die etwas bessere Wahl wäre, da weniger Verpackung und noch dazu recycelbar. Lose habe ich sie bisher nicht gefunden. Beim Kauf eines Rollers muss man aber darauf achten, dass dieser auch ausdrücklich als nachfüllbar deklariert ist. Denn sonst kann es passieren, dass man die Patronen nicht austauschen kann und der Tintenroller nach dem Gebrauch irgendwann im Müll landet. Da sie meist aus verschiedenartigen Kunststoffen zusammengefügt sind, ist sogar das Downcycling eher aussichtslos.
Die Tintenroller und Patronen haben gut sortierte Drogerien und Schreibwarenhändler im Sortiment. Allerdings fällt da im Vergleich zu einem Konverter noch recht viel Müll an, auch wenn die Hülle nicht mehr neu produziert werden muss. Tintenrollergehäuse gibt es auch aus nachwachsenden Materialien (Bezugsquellen siehe unten). Das Gleiche gilt auch für Kugelschreiber. Deren Gehäuse kann man auch aus nachwachsenenden Rohstoffen beziehen und sie sind auffüllbar. Müll fällt ähnlich viel an. Eine Alternative für beides ist Folgendes:
Weniger Müll fällt an, wenn man Tintenroller mit einem Konverter kauft. Das gab es in letzter Zeit selten zu kaufen, aber seit 2017 habe ich sie wieder vermehrt im Schreibwarenhandel gesehen. Der abgebildete Tinteroller ist 25 Jahre alt. Auch schon damals haben einige Firmen versucht, nachhaltige Alternativen auf den Markt zu bringen, was sich allerdings nicht durchgesetzt hatte, sodass man die nachfüllbaren Tintenroller schwer bekam. Mittlerweile werden sie wieder in unterschiedlichstesn Farben angeboten. Allerdings sind die Hüllen aus Plastik. In Kombination mit Holz z.B. habe ich sie noch nicht gefunden, aber ich habe es bei einer Firma auf einer Messe angefragt, die begeistert von der Idee war und es gleich ans Marketing weitergegeben hat. Mal sehen, was daraus wird....
Einige werden sich fragen, warum man nicht statt de
(Noch) Selten findet man Tintenroller, die gleich mit einem Konverter versehen sind. Denn nicht alle Konverter passen in einen nachfüllbaren Tintenroller. Deshalb ist es ratsam sich im Fachgeschäft vor Ort beraten zu lassen und eventuell auszuprobieren, ob der Konverter in das Gehäuse passt.

Folienstift

Die Folienstifte sind nachfüllbar. Die Kartuschen gibt es einzeln nachzukaufen. Sie halten sehr lange. Mit diesen Stiften können nicht nur Folien beschriftet werden, sondern auch Gläser. Unverpackt-Läden nutzen sie gerne, um die Kassenbons einzusparen. (Reportage: So funktioniert ein Einkauf im Unverpackt-Laden). Zu hause nutzen wir sie gerne, um Gläser zu beschriften (z.B. Inhalt, Abfülldatum etc).

Bezugsquellen:

Schreibwarenhändler,  gut sortierte Unverpackt-Läden, einige Behindertenwerkstätten (vor allem Schreiberlinge aus heimischen Hölzern), große Drogerien (z.B. Müller)
kurze Info zu den Behindertenwerkstätten: Sie arbeiten oft im Verbund und verkaufen auch Material, das andere Werkstätten hergestellt haben. Sie haben deshalb nicht grundsätzlich alles vorrätig. Es ratsam deshalb vorher anzurufen, bevor man eine weitere Strecke umsonst zurück legt. Außerdem gibt es zweimal im Jahr eine Messe, in der die Werkstätten ihre Materialien ausstellen. Meist wird nach der Messe bestellt. Die Schreiberlinge sind aber auch online direkt zu beziehen z.B.
Steinhöringer Werkstätten

Haben Sie noch Tipps? Kennen Sie eine Firma, die Druckbleistiftminen ohne Plastikverpackung z.B. in stabiler Pappe anbietet?








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