Knuspermüsli aus Matschbananen

Essensverwertung: Rettet die Matschbanane!


Das kann jedem Mal passieren...! Die Banane ist überreif und braun. Ab in den Kompost! Stop! Wegwerfen ist nicht! Hier entgeht einem ein leckeres Knuspermüsli! In unserem Rezept ist eine Matschbanane perfekt. Eine halbwegs feste Banane wäre sogar total ungeeignet.

Das braucht man zum Knuspermüsli

1 große Matschbanane
175g gemahlene Nüsse (z.B.Hasel-, Wal-, Kokosnuss), Mandeln oder Kerne
250g Getreideflocken (Hafer-, Hirse-, Reisflocken)
90 ml Ahornsirup oder Dicksaft
evtl. 100g Schokolade geraspelt
 

Die Matschbanane mit dem Sirup oder Dicksaft mit einer Gabel in einer Rührschüssel vermengen. Das ergibt ein schönes, zähflüssiges Mus. Danach die anderen Zutaten zugeben. Die Schokolade allerdings, falls gewünscht noch nicht.

Dann vermengt man das zu einer leicht klebrigen Masse, die an die Streusel für Streuselkuchen erinnert. Sie sollte nicht matschig sein wie Rührteig. Sollte das passiert sein, dann einfach mehr Flocken dazugeben. Das Ganze gibt man dann locker, ohne Nachdrücken, dünn auf ein Blech und backt es bei 150 Grad Umluft für ca. eine halbe Stunde im Backofen. Alle zehn Minuten wenden.
Dann ist es knusprig und fertig.
Wer ein Schokoknuspermüsli will, der reibt jetzt grob eine Tafel Schokolade, und gibt die Raspeln noch auf die heiße Masse zum Schmelzen.
Ist das Müsli abgekühlt gibt man es in ein Vorratsbehältnis. Sind einem die Brocken zu groß, kann man sie mit einem Esslöffel noch mal zerdrücken. Muss man aber nicht: Große Brocken eignen sich sehr gut als süße Knabberei für Zwischendurch. Unsere Kinder stehen drauf. Das Müsli schmeckt auch toll in Joghurt.
Das tolle an diesem Rezept ist, dass es leicht variierbar ist. Einmal nimmt man Kokos, ein anderes Mal Mandeln. Es ist auch leicht glutenfrei herzustellen, indem man Hirseflocken oder glutenfreie Haferflocken verwendet (Achtung: sie müssen das glutenfrei-Siegel tragen, da die an sich zwar glutenfreien Haferflocken meist mit Weizen kontaminiert sind). Und auch für Veganer ist es geeignet, wenn man eine vegane Schokolade verwendet oder sie weglässt.
Aber was am schönsten an diesem Rezept ist: es geht schnell, einfach, besteht aus wenigen Zutaten und kann leicht auf Vorrat hergestellt werden.
Es gibt also keinen Grund mehr die Matschbananen wegzuwerfen.

Die Matschbanane bekommt man lose in fast allen Lebensmittelgeschäften oder auf dem Markt. Nüsse gibt es im Herbst und Winter lose in Bioläden und auf dem Markt. Regionale Sorten kann man auch Sammeln gehen oder beim Bauern erwerben. Diese sind auch prima lagerfähig, so dass man sie im Sommer auch vorrätig hat. Ansonsten bietet das Internet einige wenige Anbieter, die auch in recycelbaren Papier versenden.
Getreideflocken gibt es lose in Mühlen oder guten Bioläden, in Papier im Bioladen oder auch oft im Regionalregal des Supermarktes.
Ahornsirup oder Dicksaft bekommt man in Reformhäusern, guten Supermärkten, manchen Drogerien, wie DM oder Rossmann, sowie im Bioladen im Glas.
Schokolade gibt es in Confiserien oft lose, dafür teuer, leider oft nicht bio, fairtrade oder vegan zu kaufen. Aber im Supermarkt, Bio- oder Weltladen bekommt man in Papier und Staniolpapier verpackte Schokoladen, teilweilse sogar fairtrade. Beschichtete Papiere oder Plastik würden wir wegen der verminderten bzw. nicht gegebenen Recylingfähigkeit nicht empfehlen. 

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Die letzten Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Blanca, 27.03.2016 um 20:42 (UTC):
Falls es wirklich mal vorkommen sollte dass die Banane braun wird wird das gleich ausprobiert!
Braucht man den Ahornsirup für die Konsistenz oder nur für den Geschmack?

Kommentar von:28.03.2016 um 08:09 (UTC)
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Liebe Bianca,
Den Ahornsirup brauchst du für beides. Süßen und Konsistenz. Du kannst aber auch Honig oder anderen Dicksaft verwenden. Oder du nimmst Zucker und eine halbe Banane mehr oder einen Zucker und einen gehöuften Löffel Apfelmus.
Liebe Grüße und gutes Gelingen!
Stefanie

Kommentar von Ruth, 11.10.2016 um 09:15 (UTC):
Vollreife Bananen schäle ich, schneide sie in Stücke, ca 2 cm lang und friere sie ein. Durchgefroren in den Mixer geben (schaffen nur die Starken

Kommentar von:11.10.2016 um 14:28 (UTC)
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Hallo Ruth,
Machst du daraus Eis? Das mache ich auch gerne. Die Banane statt Sahne mit anderen Früchten oder mit Kakao oder pur. Lecker
Liebe Grüße
Stefanie

Kommentar von Jolita, 20.11.2016 um 21:00 (UTC):
Haben Sie eine Idee wie lang kann solches gemachte Müsli im Schrank stehen?

Kommentar von:21.11.2016 um 06:30 (UTC)
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Hallo Jolita,
So lange wie Haferflocken, also mindestens ein halbes Jahr!
Liebe Grüße
Stefanie

Kommentar von Cornelia, 20.01.2017 um 18:40 (UTC):
Das ist ja ne super Idee zur Verwertung von Braunanen (ja wir sagen zu braunen matschigen Bananen wirklich so )
Wir machen auch immer mal wieder Bananen-Milch. Banane mit Milch in den Mixer und unter den Kindern aufteilen. Die lieben das.
Ich selber mag Bananen einfach nicht, deshalb gibt's bei uns selbstgemachtes Knuspermüsli ohne Banane, dafür mit kleingehackten Trockenfrüchten.
Liebe Grüße
Cornelia

Kommentar von Kathi, 04.03.2017 um 13:03 (UTC):
Matschbananen sind auch super für weiche Haferflocken-Kekse. Einfach 2-3 Bananen mit 2-3 Tassen zarten Haferflocken vermantschen, nach Geschmack süßen oder z.B. Rosinen rein, in kleinen Häufchen aufs Backblech und ca. 20 min bei 200 Grad backen. Mag ich gern zum Kaffee oder als Leckerli zwichendurch.

Kommentar von:04.03.2017 um 13:18 (UTC)
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Hi Kathi,
Das klingt lecker und wäre super für unseren 6-zahnigen Vincent! Danke für die Idee!
Liebe Grüße sendet dir Stefanie

Kommentar von Rosina, 25.03.2017 um 14:56 (UTC):
Super Idee, ich bin sonst kein Müslifan aber das schmeckt genial und ich weiß was drin ist. Die Kekse werde ich auch Mal testen.

Kommentar von Inge, 17.10.2017 um 07:11 (UTC):
Super!! Bisher hab ich überreife Bananen immer eingefroren für smoothies. Eine Alternative war schon lange überfällig.

Kommentar von Jenni, 10.11.2017 um 11:41 (UTC):
Hallo, die Idee mit dem Knuspermüsli ist klasse.
Wir machen meist Bananenbrot aus den Matschbananen. Mit Dinkelmehl, gemahlenen/gehackten Mandeln und Apfelmuss. Ohne Fett und Zucker auch total lecker.
P.S. Als zerowaste Anfänger bin ich total begeistert von Eurer Seite.

Kommentar von:13.11.2017 um 11:24 (UTC)
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Hallo Jenni,
danke Dir ! Ohne Fett und Zucker klingt auch total lecker. Nimmst Du statt Fett das Apfelmus?
LIebe Grüße
Stefanie

Kommentar von Birgit , 20.03.2018 um 17:10 (UTC):
Hallo, habe euer Rezept ausprobiert, weil mein Sohn eine Sorbitunverträglichkeit hat und auf viele Müsli reagiert. Ergebnis war super lecker, kommt in meine Rezeptesammlung. Vielen Dank. Werde Euren Blog weiterverfolgen, bin gerade in der Umstellphase zu wenig-waste (Familie stellt sich noch etwas quer )

Kommentar von:21.03.2018 um 07:17 (UTC)
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Hallo liebe Birgit,
das freut mich, dass es Euch geschmeckt hat und dass Dein Sohn es vertragen hat :-). Und was die Familie angeht: Skepsis am Anfang ist ja normal, hatten wir auch :-). Vielleicht wachsen sie ja mit der Zeit auch hinein. Manchmal ist auch der Knackpunkt, dass bei den restlichen Familienmitglieder die Problematik mit dem Müll noch gar nicht angekommen ist. Das hatten wir im größeren Familienkreis zum Beispiel. Und wenn sich manche trotzdem quer stellen, dann macht man halt alleine so weit es geht weiter. Wenn man selber einkaufen geht, kauft man eben unverpackt, auch wenn andere es anders machen. Und in der Summe macht dein einzelner Beitrag eine Menge aus!
Herzliche Grüße
Stefanie



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