Kleiderbügel

Kleiderbügel sind in unserem Haushalt Mangelware. Im Second Hand Laden gab es keine gebraucht, auch bei den Kleinanzeigen nicht, außer welche aus Plastik. Und das wollen wir eben nicht.

Nachdem das Hochwasser letztes Jahr viel Treibholz bei uns über die Wege und Felder verteilt hat, haben wir einige Äste davon genommen, um einen Kleiderbügel selbst zu machen.

Wir haben die Äste erst einmal ein paar Monate trocknen lassen. So lange ist es sicherlich nicht nötig, aber wir haben sie zwischendrin vergessen – um ehrlich zu sein.

Die Rinde war teilweise schon abgesprungen und so konnten wir sie recht leicht
lösen. Was nicht weg ging, haben wir mit einer alten Handfeile vom Uropa weggeschabt (geht sicher auch mit Schmirgelpapier). Dabei haben die Kinder mitgeholfen. Besonders unserem kleinen Sohn gefiel es zu handwerken und hat sich richtig angestrengt. Das Holz fühlt sich nun sooo schön glatt an! Man will dauernd darüber streichen!

Dann haben wir es auf die richtige Größe zugeschnitten und die Kanten mit der Feile noch einmal abgerundet.

In die Äste kamen Haken aus Metall, die man auch zum Befestigen von Hängeampeln für Blumen verwendet. Von diesen hatten wir noch etwas übrig. Sie reichten aber nicht für alle und so schauten wir im Baumarkt vorbei. Diese führen diese Haken aus Metall auch lose ohne Plastikverpackung für ein paar Cent pro Stück. Wir haben sie also verpackungslos kaufen können.

Schlussendlich bohrten wir ein Loch in den Ast vor, an der Stelle, an der der Haken sein sollte. Das machten wir, damit der Ast nicht splittert, wenn man den Haken reindreht. Wichtig ist natürlich, dass das Loch kleiner ist als der Haken an sich. Kleiner Tipp:
Augen auf beim Kauf der Haken!
Die Rundung gibt es in verschiedenen Größen. An den Durchmesser Ihrer Kleiderstange sollte auch die Größe der Rundung des Hakens angepasst sein. Ist sie zu klein, können Sie den Kleiderbügel nämlich nicht aufhängen.
Für ein paar Cent haben wir nun sehr urige und günstige Kleiderbügel hergestellt, ohne dass ein Baum gefällt werden musste.
Wer einen Garten hat, kann sich von Sträuchern übrigens gerade auch jetzt im Frühjahr dicke Äste schneiden und aus ihnen Kleiderbügel machen. Oder vielleicht kennen Sie auch jemanden, der die Äste ohnehin zur Kompostierungsanlage fahren würde und froh wäre, sie Ihnen stattdessen zu überlassen.

Gerade gebogene Äste eignen sich sehr gut, die man eigentlich nicht als Stütze z.B. für Tomaten verwenden würde.

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Ivy, 01.10.2015 um 15:42 (UTC):
Wie cool!
Sieht richtig gut aus!



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