Einkaufen auf dem Feld

Von Sommer bis späten Herbst ist es in ländlichen Regionen möglich:
Einkaufen auf dem Feld.
Ländliche Regionen haben manchmal keinen oder nur einen wirklich kleinen Bauernmarkt oder er ist nicht erschwinglich und von einem unverpackt-Laden kann gar nicht die Rede sein. Einige kleine Dörfer haben auch nur einen oder zwei Discounter, die fast ausschließlich abgepacktes Gemüse führen.
Dafür gibt es jetzt vermehrt die Möglichkeit auf dem Feld direkt einzukaufen, jederzeit, auch sonntags.
Die Bauern, und in unserer Region vorallem Biobauern, nehmen das als Möglichkeit der Direktvermarktung.
Es wird Gemüse angebaut, das in unseren Breiten wächst.
Zucchini und Zucchiniblüten (gefüllt sind sie eine Delikatesse), Gurken verschiedener Arten (auch Einlegegurken), Radieschen, verschiedene Salate, Karotten, Rettich, Sellerie, rote Beete, Kohlgemüse wie Wirsing, Weißkraut, Rotkohl, Blumenkohl, Brokoli oder Kohlrabi, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Kürbis und auch Petersilie.
Die Preise des ökologisch erzeugten Gemüses sind meist günstiger als im Bioladen und variieren sehr von Feld zu Feld. Billiger sind sie, weil man selber schneiden und die Verpackung selber mitnehmen muss. Manche Felder legen beizeiten Plastiktüten aus, manche aus Prinzip nicht.
Karton, Korb, Beutel oder Tasche bieten sich an. Messer zum Schneiden sind meist an der Kasse zu finden.  Personal im Gegensatz dazu nicht. Wieder eine Einsparungsmöglichkeit. Dafür kann man auch sonntags frisches Gemüse holen, was angenehm für unter der Woche stark eingespannte Arbeitnehmer ist. Bargeld sollte man zudem mit dabei haben. Kartenzahlung ist nicht möglich und Wechselgeld gibt es nicht. Man wirft die Münzen oder Scheine auf Vertrauensbasis in eine Geldbüchse.
Das Gleiche funktioniert bei uns auch mit Blumen ab Juni. Dahlien, Schwertlilien oder Sonnenblumen kann man sich selbst frisch schneiden, die Länge und Größe des Strauchs selbst bestimmen und verpackungslos mitnehmen.
Zurück noch einmal zum Gemüse. Einige Gemüsebauern haben eine weitere Einnahmequelle gefunden und stellen nun auch Boxen in Wohngebieten auf.
So kommen wir in unserer Straße an biologisch erzeugte Kartoffeln, große rote Rüben für 20 Cent, Karotten, Zucchini oder Kürbisse aus dem Nachbardorf. Einwurf ist wieder auf Vertrauensbasis, Kauf jederzeit möglich. Nicht immer ist alles da oder aufgefüllt.
Im Herbst holen wir uns gerne lagerfähiges Gemüse wie Hokaido- oder Muskatkürbis, Sellerie, Schwarzwurzeln oder Karotten. Da wir keinen kalten Keller haben, lagern wir es im Nordschacht. Der Schacht ist mit einem feinmaschigen Gitter gegen Ungeziefer abgedichtet. So kann man sich übrigens auch mal eine Einkaufstour sparen.
Regionaler Einkaufstipp:
Felder zum Einkaufen findet man in Bad Aibling im Zeller Weg (von der Ellmosenerstraße zwischen Friedhof und Discounter einbiegen, nach ca. 100m rechts)
oder in Kolbermoor am Kochanger (vom Pullacher Kreisel die Staatsstraße 089 Richtung Autobahn nehmen, rechts in den Kochanger auf Höhe des Gartencenter einbiegen, der Straße ca. 200m folgen, dann links)


Kennen Sie noch Felder zum Gemüseinkauf in Ihrer Nähe? Sie können diese gerne in den Kommentaren posten!

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Simply, 10.01.2016 um 19:47 (UTC):
Bei uns in Osnabrück gibt es am Teutoburger Fußweg auch so ein Feld, wo man im Sommer Blumen und im Herbst vor allem Kürbisse kaufen kann.

Kommentar von Hanna, 21.02.2016 um 19:07 (UTC):
Oh wie toll - hoffentlich gibt's das dieses Jahr wieder, dann komm ich auch vorbei

Liebe Grüße
Hanna



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