Aussortiert!

Wir haben aussortiert!
 - Minimalismus? - Weit gefehlt!

Und sind immer noch nicht fertig! Und weit entfernt von Minimalismus!
Man glaubt gar nicht, was man so alles hat. Vor unserem Umzug vor drei Jahren sagten einige: Bei euch geht das ja eh schnell, ihr habt ja nicht so viel!
Oh, doch, eine ganze Menge! Vor 150 Jahren besaßen die Menschen 150 Sachen, wir besitzen heute eine gefühlte Million? Oder ist das gar nicht gefühlt? Ein durchschnittlicher Deutscher würde statistisch angeblich 22.000 Dinge besitzen. Ich hoffe, Ihr verzeiht, wenn wir jetzt nicht nachzählen!
Einen Großteil der Zeit hätten wir dabei vor unserem Kleiderschrank und dem Bücherregal verbracht. Und da mussten wir also ran.
Den Kleiderschrank haben wir uns bisher drei mal vorgenommen. Mittlerweile haben wir immer noch einiges, aber es ist übersichtlicher. Wenn wir nun in den Kleiderschrank sehen, dann sehen wir auf einen Blick, was wir haben. Es geht uns seltener so, dass wir vor der vollen Kiste stehen und trotzdem das Gefühl hatten, nichts zum Anziehen zu haben. Nichts, das passt, nichts, das gefällt.
Das männliche "Oberhaupt" der Familie meinte erst kürzlich zum weiblichen Gegenstück: „Mittlerweile schaue ich mir gerne Deinen Teil des Schrankes an!“ Mehr muss man dazu nicht sagen. Eigentlich. Außer, dass das weibliche Gegenstück nicht gerne shoppen geht, dafür aber noch Klamotten im Schrank hatte, die zwanzig Jahre alt waren, obwohl es erst Mitte dreißig ist. Die Sachen passten halt noch und waren nicht kaputt.
Es wurde also Zeit den Schrank zu entrümpeln!
Wir haben fast alles gespendet. Nur aus zwei Pullovern entstanden noch Waschlappen und eine Fahrradtasche für das Laufrad unseres Sohnes.
Tja, die Trennung von Dingen braucht manchmal etwas Zeit und mehrere Anläufe.
Die zweite große Baustelle war das Bücherregal. Seit drei Jahren (vor unserem Umzug) haben wir insgesamt fünf mal aussortiert. Es kam immer mal wieder etwas dazu, wobei wir uns da eh schon eingeschränkt hatten. Aber bei einigen Büchern meinte man dann doch, dass die Kinder dieses literarische Buch vielleicht noch fürs Deutsch Abitur brauchen könnten (falls sie jemals eins darin machen) oder dass man jenes Buch vielleicht doch noch einmal liest, auch wenn es beim ersten Anlauf schon recht fad war.
Ende vom Lied: Wir haben unser Bücherregal abbauen können. Einige tolle Bücher aus unserer Jugend, die leider nicht mehr aufgelegt werden, haben wir zu den Büchern unserer Kinder gestellt. Die Kinderbücher sollen auch bleiben, weil uns ein Reader im Kleinkindalter als ungeeignet erscheint.
Im Kleiderschrank des Papas ist ein kleines Fach, das leer wurde, und nun mit den geliebten Terri Prattchett Büchern belegt ist. Wozu er die allerdings noch braucht, ist fraglich. Schließlich müsste er sie schon auswendig können!
Und nachdem wir uns im Vorfeld schon von den meisten CDs getrennt haben, war auch noch Platz für ein paar Nachschlagewerke für den Garten und zum Kochen. Wir sind nicht bücherlos, aber die meisten Bücher sind wir los.
Wir haben mehrere Kartons an ein Büchercafè in unserem Landkreis gespendet.
Eine weitere Option zum Spenden sind Büchereien, das Sozialkaufhaus, eine Anzeige auf Verschenken oder auch Altpapier. Letzteres tut am meisten weh. Kleiner Trost: der Rohstoff kann wiederverwertet und zu etwas Neuem werden. Das kann er nicht, wenn er unangefasst bei Ihnen im Regal steht. Stattdessen müssten neue Bäume abgeholzt werden.
Über kurz oder lang soll nun ein gebrauchter Reader her. Aber welcher es sein wird, ist noch unklar. (hoffentlich macht damit das Lesen dann immer noch Spaß!)

ähnliches Thema: unsere ersten Aussortierversuche

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