Apfelzeit

01. September Es ist Apfelzeit - Zeit aus Apfelresten Essig zu machen (Rezept!)
und wie man ganz leicht eine Fruchtfliegenfalle herstellt 

Die Apfelernte ist in vollem Gange und wer es jetzt schlau anstellt, bekommt Äpfel zu einem wirklich günstigem Preis! Wer auch noch die Möglichkeit hat einzulagern, der kann jetzt richtig sparen. Zum Lagern braucht man nicht unbedingt einen kalten Keller, den immer weniger Leute vorweisen können, da die Häuser besser gedämmt sind. Eine Möglichkeit zum Einlagern wird aber oft vergessen: der Kellerschacht. Hier ist es kühl, aber nicht zu kalt, da auch die Mauern noch etwas Wärme abgeben. So ist man meist vor Frost gefeit. Damit von oben keine Mäuse oder anderes Getier reinkommt, lohnt es sich, den Schacht mit einem feinmaschigem Draht abzudichten.
Wir haben uns diese Woche Äpfel und Birnen zum Lagern von einem regionalen Bauern geholt. Für 30 Kilo unbehandelter tadelloser Äpfel verschiedener Sorten haben wir 40 Euro bezahlt. Da können viele Supermärkte kaum mithalten!
Die Äpfel bekamen wir in einer Holzsteige, die unsere Bauernfamilie wieder zurückbekommt. So entsteht auch kein Müll.
One apple a day keeps the doctor away - ein Apfel am Tag hält den Arzt fern! Dieses Sprichwort hat einiges an Wahrheit in sich, denn Äpfel versorgen uns mit lebenswichtigen Vitaminen und Vitalstoffen.
Die Kinder essen jeden Tag einen Apfel. Aber nicht nur pur sind Äpfel bekanntermaßen lecker, sondern auch als Kuchen, Apfelmus oder Smoothie.
Bereitet man eines dieser Leckereien zu, entsteht einiges an Resten. Diese müssen nicht weggeworfen werden und auch nicht gleich auf den Kompost.
Aus den Resten (ja, auch Kerngehäuse) kann man ganz leicht selbst Apfelessig herstellen.

Rezept: Apfelessig und Essigmutter herstellen


Dazu Apfelreste in eine Schüssel oder anderweitiges Gefäß geben und mit Wasser aufgießen. Es sollte so viel Wasser drin sein, dass die Rest zwei Finger breit damit bedeckt sind.
Das Ganze wird mit einem Handtuch abgedeckt, damit auch keine Fruchtfliegen oder Ähnliches darin landen. Bitte bedenkt aber, dass es nicht luftdicht abgedeckt sein darf.
Lagert die Schüssel an einem kühlen Ort und rührt eine Woche lang jeden Tag einmal kurz um, damit kein Schimmel entsteht. Verwechselt Schimmel aber nicht mit dem Schaum, der entstehen muss! Meist erscheint er am dritten Tag.
Nach einer Woche seiht man die Äpfel durch ein Sieb ab in ein Gefäß. Dort bleibt mit einer Abdeckung (wieder nicht luftdicht) acht Wochen lang stehen. Dann sollte die gewünschte Säure entstanden sein.
Danach könnt ihr den Essig abseihen, oder auch nicht, und verschließen. Die Apfelreste können nun kompostiert werden. Der fertige Essig ist für viele Monate lang haltbar.
Nicht erschrecken: es können sich kleine Flöckchen absetzen. Das ist die sogenannte Mutter. Wenn man diese abfängt und beispielsweise mit Rotwein ansetzt, kann man Rotweinessig gewinnen. Der Wein sollte schwefelarm sein und nicht über 12 Prozent Alkohol aufweisen, da der Essig sonst zu sauer wird. Wenn man dann immer höchstens ¾ der Flüssigkeit entnimmt und dann wieder mit Wein aufgießt, bewahrt man sich die Mutter und kann immer wieder Essig herstellen.
Statt Wein kann man auch mit Säften aus Brombeeren oder Johannisbeeren experimentieren.
Wer will, kann den Essig noch verfeinern, in dem er ihn einige Wochen mit Kräutern ziehen lässt oder Honig dazu gibt.

Essig hat viele Verwendungszwecke.

  • Zutat für Sauerbraten

  • zum Putzen

  • zum Entkalken (z.B. Wasserkocher mit Essig aufkochen, ausspülen, Kalk weg :-)).

  • oder als Spülung für die Haare verwenden. Die Spülung verleiht den Haaren Glanz

  • im Salatdressing kennt ihn jeder

  • tolles Mitbringsel

  • Fruchtfliegenfalle

Rezept für Fruchtfliegenfalle
Gib in eine Schüssel etwas Essig und Seife oder Spülmittel. Die Fliegen werden vom Essig angezogen. Durch die Zugabe von Seife hat die Flüssigkeit aber nicht mehr die Oberflächenspannung, die die Fruchtfliegen brauchen und so ertrinken sie.

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von sipi, 21.02.2015 um 18:22 (UTC):
Danke für die Anleitung. Äpfel gibt es bei uns immer genügend. Apfelessig ist einen Versuch wert.



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